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    <title>Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur)</title>
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    <updated>2010-03-12T08:43:48Z</updated>
    <subtitle>Der AK Zensur wendet sich gegen Netz-Sperren und Internetzensur und gegen den schleichenden Aufbau einer dazu dienenden Infrastruktur.</subtitle>
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    <title>Welttag gegen Internetzensur, 12. März 2010</title>
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    <published>2010-03-12T08:37:17Z</published>
    <updated>2010-03-12T08:43:48Z</updated>

    <summary>Die Reporter ohne Grenzen haben den heutigen 12. März zum Welttag gegen Internet-Zensur erklärt. In Ihrem 62-seitigen Bericht führen sie eine Reihe von Ländern auf, in denen Internet-Zensur, -Kontrolle und staatliche Überwachung zum Alltag gehören. Darunter befinden sich Länder wie...</summary>
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        <name>Alvar Freude</name>
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        <![CDATA[<p><img class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0 0 20px 20px;" src="http://ak-zensur.de/2010/03/12/rog_banner12.maerz_version_de.gif" alt="rog_banner12.maerz_version_de.gif" width="250" height="250" />Die Reporter ohne Grenzen haben den heutigen 12. März zum <a class="ext" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/internet-freedom-day/welttag-gegen-internetzensur.html">Welttag gegen Internet-Zensur</a> erklärt. In Ihrem <a class="ext" href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/rte/docs/2010/Feinde_des_Internets.pdf">62-seitigen Bericht</a> führen sie eine Reihe von Ländern auf, in denen Internet-Zensur, -Kontrolle und staatliche Überwachung zum Alltag gehören. Darunter befinden sich Länder wie Burma, China, Kuba, Ägypten, Iran, Nordkorea und so weiter. Auch Australien wird wegen seines Access-Blockings erwähnt und „Unter Beobachtung“ gestellt. Aber Deutschland wurde offensichtlich vergessen, dabei gibt es auch hier genug zu kritisieren.</p>
<p>Dennoch sollten wir auch immer bedenken: im Gegensatz zu den meisten Ländern auf der Liste der Reporter ohne Grenzen ist alles über was wir hier diskutieren relativ harmlos. Daher gehört heute unsere Solidarität den inhaftierten Aktivisten und Netizens&nbsp;in China, Vietnam, Syrien, Iran, Ägypten und Burma.</p>]]>
        
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    <title>Glückwunsch</title>
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    <published>2010-03-02T11:50:46Z</published>
    <updated>2010-03-02T13:12:37Z</updated>

    <summary>Der AK Zensur gratuliert dem AK Vorrat, dem FoeBuD und all den anderen Verbänden und Einzelpersonen, die die Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung unterstützt haben. Das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist vielleicht nicht ganz so eindeutig, wie wir uns das gewünscht...</summary>
    <author>
        <name>Christian Woehrl</name>
        
    </author>
    
        <category term="Kommentar" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
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        <![CDATA[<p>Der AK Zensur gratuliert dem <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/">AK Vorrat</a>, dem <a href="http://www.foebud.org">FoeBuD</a> und all den anderen Verbänden und Einzelpersonen, die die Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung unterstützt haben. Das <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg10-011.html">heutige Urteil</a> des Bundesverfassungsgerichts ist vielleicht nicht ganz so eindeutig, wie wir uns das gewünscht hätten, aber dennoch ein schöner Etappensieg der Bürgerrechtsbewegung.</p>
<p>Es gibt weiter genug zu tun - bleiben wir dran!</p>]]>
        
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    <title>Die Sorgen der Netznutzer.</title>
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    <published>2010-02-25T10:36:07Z</published>
    <updated>2010-02-25T10:45:45Z</updated>

    <summary>Ein Kommentar zur Pressemitteilung des Herrn Dr. Thomas Feist zur Anhörung des Petitionsausschusses zum Für und Wider von Internetsperren.Es ist schön, dass die CDU/CSU-Fraktion der Bekämpfung von Kindesmissbrauch und Kinderpornographie eine herausragende Bedeutung zuspricht. Weniger schön ist es, dass sie...</summary>
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        <name>Joachim Bellé</name>
        
    </author>
    
        <category term="Jugendschutz" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
        <category term="Kommentar" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
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        <![CDATA[<p>Ein Kommentar zur Pressemitteilung des Herrn Dr. Thomas Feist zur Anhörung des Petitionsausschusses zum Für und Wider von Internetsperren.<br /><br />Es ist schön, dass die CDU/CSU-Fraktion der Bekämpfung von Kindesmissbrauch und Kinderpornographie eine herausragende Bedeutung zuspricht. Weniger schön ist es, dass sie der Petentin Franziska Heine und auch uns dieses Anliegen abspricht. Mehr noch, es ist unverantwortlich, unsere Sorge um Kinder, Rechtsstaatlichkeit und die Freizügigkeit der Netznutzer gegeneinander ausspielen zu wollen. Denn die Forderung nach der Löschung der Inhalte kommt aus dem Netz, gerade auch vom CCC und von uns.</p>]]>
        <![CDATA[<p>Die Politik war nicht nur unfähig dazu, sie hat sich sogar mit Händen  und Füßen dagegen gewehrt. Wenn wir darauf hinweisen, dass technische  Sperren ungeeignet sind das Problem zu lösen, dann geschieht dies gerade  auch im Sinn der Opfer. <br />Unverantwortlich ist es auch, ein Gesetz,  dessen Mängel unbestritten feststehen, bestehen zu lassen. Zum einen ist  es unvereinbar mit der Demokratie, ein beschlossenes Gesetz in Teilen  nicht anzuwenden. Ein Gesetz, das nicht nutzt, gar schädlich ist, muss  abgeschafft werden. Insbesondere dann, wenn hundertdreißigausendfach  noch in der Entstehungsphase auf die Mängel hingewiesen wurde. Zum  anderen ist es naiv anzunehmen, das Problem alleine mit Löschungen von  illegalen Inhalten lösen zu können. Der Unterschied zwischen einer  notwendigen und einer hinreichenden Bedingung scheint weder der  Regierung, noch der Opposition klar zu sein.</p>
<p>Das Löschen der Inhalte ist notwendig, um Opfer nicht noch durch  Zurschaustellung der Bilder erneut zu missbrauchen. Doch damit wird die  Tat hinter jedem einzelnen Bild weder verhindert noch "gesühnt". Wenn  die Strafverfolgung ausbleibt, dann ist das eine Verhöhnung der Opfer.  Dann wird weiterer Missbrauch zugelassen. Dabei sind Aktionen, die zum  Löschen führen, genau die Maßnahmen, die eine Strafverfolgung  ermöglichen. In der "Nichtanwendungsanweisung" an das BKA steht davon  nichts. Von der Politik höre ich davon nichts.</p>
<p>Es reicht nicht aus, keine Sperrlisten zu führen. Es reicht nicht  aus, Inhalte zu löschen. Und es reicht nicht, so wie Herr Dr. Feist das  annimmt, kinderpornografische Angebote in Kommunikationsnetzen zu  bekämpfen. Neben internationaler polizeilicher Arbeit nach  rechtsstaatlichen Grundsätzen ist viel mehr echter und verantwortlicher  Jugendschutz notwendig. Dazu ist eine gesellschaftliche Diskussion  notwendig. Die findet aber, trotz des schlimmsten Falls, wo Priester  Schutzbefohlene missbrauchen, nicht statt. Selbst dort, wo es  überdeutlich wird, ignorieren wir, dass diese Dinge direkt vor unserer  Haustür geschehen. Statt dessen verweisen wir auf das Internet und auf  die angebliche Unmöglichkeit der Strafverfolgung im Ausland, ganz als  hätten wir hier das einzige Land mit einer wirksamen Rechtssprechung. In  dieser Situation bemängelt die Politik immer noch den angeblich  rechtsfreien Raum im Internet, unternimmt aber gar nichts, um der  wirklichen Problematik Herr zu werden. So ist beispielsweise die  verantwortliche Abteilung des BKA immer noch in der Situation, wie vor  dem Gesetz.<br /><br />Weil die Strategie der Sperren nun offensichtlich auf  Widerstand gestoßen ist, versuchen wir es mit dem Jugendschutz in  gleicher Manier. Ein JMStV, der sich ausschließlich um die Belange der  Zensurbehörden der freiwilligen Selbstkontrolle und Medienanstalten  kümmert, dabei aber jede Aussage zu den Ursachen und Schäden an  Jugendlichen und Erwachsenen vermeidet, die Zweckmäßigkeit der Maßnahmen  nicht überprüft, der kann nur als Farce bezeichnet werden. Die  Einschränkung des Grundgesetzes in der Meinungsfreiheit zu Gunsten des  Jugendschutzes drohen hier missbraucht zu werden.</p>
<p>Liebe Leute, eine Sendezeitbeschränkung im Internet ist, abgesehen  von der Absurdität der Idee in einer globalisierten Welt, vollkommen  irrelevant, wenn 12-Jährige Pornoabende zuhause veranstalten.  Bestenfalls kann der JMStV als Versuch gewertet werden, die Hände in  Unschuld zu waschen. Und dies ist nur ein unmöglicher Punkt im Entwurf  des Staatsvertrags.</p>
<p>Der JMStV definiert illegale Inhalte viel weitergehend, als es das  Zugangssperrgesetz tat. Er fordert und legalisiert Sperren von weitaus  „schwächeren“ Inhalten. Wir haben mit dem Zugangserschwerungsgesetz  gerade nachgewiesen, das dieser Versuch kontraproduktiv ist. Der JMStV  ist also die schlimme Reinkarnation des gerade abzuschaffenden Gesetzes.  Hat denn niemand etwas gelernt?<br /><br />Die dafür Verantwortlichen wagen  es, uns Menschen Filter vor die Nase zu setzen, und wünschen die  Kontrolle der Nutzer des Internet, gerade zu als seien wir alle  Mitglieder einer terroristischen Vereinigung und vollständig verdorben.  Die Verantwortlichen verstoßen damit nicht nur gegen  Rezipientenfreiheit, hebeln Meinungsfreiheit aus, nein, sie begründen  das auch noch mit Jugendschutz. Ein Jugendschutz, der darauf setzt,  Menschen durch technische Maßnahmen, letztlich durch das Wirken von  Maschinen erziehen zu lassen, ist absolut inakzeptabel. In meinen Augen  sind das Kennzeichen von Ohnmacht, Inkompetenz und Ignoranz.</p>
<p>Ich mag ja naiv sein, doch für mich fängt Jugendschutz dort an, wo  die Jugendlichen prekären Verhältnissen leben. Für mich ist er dort  notwendig, wo Bildungseinrichtungen versagen oder erfolgreiche Bildung  vom Einkommen der Eltern abhängt. Für mich beginnt er dort, wo wir  Jugendliche ernst nehmen, aufklären, ihnen gesellschaftliche und mediale  Kompetenz vermitteln. Doch die Schulen bekommen manchmal nicht einmal  einen vernünftigen Sexualkundeunterricht hin und Medienkompetenz ist ein  Fremdwort. Für mich existiert der Jugendschutz dort, wo Fachleute unter  bezahlte oder gar ehrenamtliche Arbeit für Jugendliche leisten, deren  Einsatz dann mit Stellenstreichungen belohnt wird.<br /><br />Man mag meiner  Meinung sein oder nicht. Doch ganz sicher stellt sich uns die Frage,  wohin sich diese Gesellschaft entwickeln wird, wenn wir fahrlässig und  interessengeleitet mit allen Dingen, die Jugendliche angehen, umgehen.  Diese Frage muss sich Dr. Feist gefallen lassen. Vielleicht sollte er  mal mit uns chatten.</p>
<p>Joachim Bellé</p>]]>
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    <title>Franziska Heine zur Anhörung vor dem Petitionsausschuss am 22. Februar 2010</title>
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    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.590</id>

    <published>2010-02-22T14:00:06Z</published>
    <updated>2010-02-22T14:50:01Z</updated>

    <summary>Pressemitteilung: Franziska Heine zur Anhörung vor dem Petitionsausschuss am 22. Februar 2010...</summary>
    <author>
        <name>Alvar Freude</name>
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        <category term="Pressemeldungen" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
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        <![CDATA[<p><strong>Pressemitteilung: Franziska Heine zur Anhörung vor dem Petitionsausschuss am 22. Februar 2010</strong></p>]]>
        <![CDATA[<p><strong>Hinweis:</strong>&nbsp;Es gilt das gesprochene Wort</p>
<p>Berlin, den 22. Februar. Am heutigen Montag hat der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages in öffentlicher Anhörung über die Petition gegen das Gesetz zur Sperrung von Internetseiten, dem sogenannten Zugangserschwerungsgesetz, verhandelt. Mit über 134.000 Unterzeichnern stand damit die erfolgreichste Petition, die es jemals gegeben hat, auf der Tagesordnung des Ausschusses. Die Initiatorin der Petition gegen Internetsperren Franziska Heine forderte anlässlich der Anhörung zum Zugangserschwerungsgesetz die alsbaldige Aufhebung des Zugangserschwerungsgesetzes.</p>
<p>Nach der Unterzeichnung des Zugangserschwerungsgesetzes durch den Bundespräsidenten wird das Gesetz in diesen Tagen in Kraft treten. Die Bundesregierung hat aber bereits die Absicht bekundet, das Gesetz nicht anzuwenden. Hierzu meint Franziska Heine: "Es gibt jetzt einen breiten politischen Konsens, dass Netzsperren keine sinnvolle Maßnahme bei der Bekämpfung strafbarer Inhalte im Netz sind. Das ist zu begrüßen." Allerdings ist nun eine Situation entstanden, die politisch einmalig und zugleich rechtlich bedenklich ist. So hatte bereits Professor Joachim Wieland von der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer gegenüber dpa erklärt: "Das Gesetz tritt in Kraft, da kann die Bundesregierung jetzt nicht einfach sagen: 'Wir setzen das nicht um.' Sondern sie kann nur ein neues Gesetz schaffen."&nbsp;</p>
<p>Franziska Heine unterstrich in der Anhörung vor dem Petitionsausschuss die Forderung nach einem Aufhebungsgesetz. "Es ist nicht die Zeit für Schuldzuweisungen oder parteipolitische Profilierungen", führte Heine aus und ergänzte: "Wir brauchen eine überparteiliche Koalition der rechtsstaatlichen Vernunft, die gemeinsam ein Aufhebungsgesetz für das Netzsperren-Gesetz in den Bundestag einbringt". Ihrer Auffassung nach solle der Bundestag über die Grenzen von Parteien und Fraktionen über ein solches Aufhebungsgesetz entscheiden. Auch wenn das Gesetz gut gemeint gewesen sein sollte, "sollte man sich den besseren Einsichten nicht verschließen", meinte Heine abschließend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>(veröffentlichung honorarfrei)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hinweis:&nbsp;</strong>Es gilt das gesprochene Wort&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Aussender:</strong><br />Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur)<br /><a href="http://ak-zensur.de/">http://ak-zensur.de/</a><br /><br /><strong>Pressekontakt:&nbsp;</strong><br /><a href="mailto:presse@ak-zensur.de">presse@ak-zensur.de</a><br />Alvar Freude, Tel. (0179) 13 46 47 1&nbsp;(bitte NICHT in andere Blogs übernehmen, sondern hierher verweisen!)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Hintergrundinformationen:</h3>
<p>
</p><p>Die Dokumente, die in der Anhörung gezeigt wurden:</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a style="text-decoration: none;" href="http://ak-zensur.de/download/Karte-Sperrlisten--AU-FI-CH--A4.pdf"><br />Sperrlisten und Standorte der Server visualisiert<br /></a><span style="-webkit-text-decorations-in-effect: none;"><a class="ext" href="http://blog.odem.org/2010/01/30/bka-antwort-spd-bulmahn.pdf">Brief vom BKA über die Server-Standorte</a></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Warum wir Internet-Sperren im Kampf gegen Kinderpornographie im Internet für den falschen Weg halten:<br /><a href="http://ak-zensur.de/gruende/">http://ak-zensur.de/gruende/</a></p>
<p></p>
<p>Der AK Zensur hat mehrfach auf die verfassungsrechtlichen Probleme des Zugangserschwerungsgesetzes hingewiesen, u.a. in einem Brief an den Bundespräsidenten:<br /><a href="http://ak-zensur.de/2009/07/brief-bundespraesident.html">http://ak-zensur.de/2009/07/brief-bundespraesident.html</a></p>
<p>Ursula von der Leyen wurde 2009 mit dem Big Brother Award in der Kategorie Politik wegen ihres Einsatzes für das Zugangserschwerungsgesetz ausgezeichnet:<br /><a class="ext" href="http://blog.odem.org/2009/10/bba-zensursula.html">http://blog.odem.org/2009/10/bba-zensursula.html</a></p>
<p>Auch nach Erkenntnissen des BKA werden die meisten Webseiten mit kinderpornographischen Darstellungen aus den USA und Westeuropa einschließlich Deutschland verbreitet. Es ist unverständlich, warum hier nicht schon bisher stärker gegen die Täter vorgegangen wird.<br /><a class="ext" href="http://blog.odem.org/2010/01/30/bka-antwort-spd-bulmahn.pdf">http://blog.odem.org/2010/01/30/bka-antwort-spd-bulmahn.pdf<br /></a><a href="http://ak-zensur.de/download/Karte-Sperrlisten--AU-FI-CH--A4.pdf">http://ak-zensur.de/download/Karte-Sperrlisten--AU-FI-CH--A4.pdf</a></p>
<p>„Oft waren die Inhalte in 15 Minuten gelöscht“<br /><a class="ext" href="http://www.golem.de/1002/72951.html">http://www.golem.de/1002/72951.html</a></p>
<p>Stellungnahme vom AK Zensur zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag:<br /><a href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html">http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html</a></p>
<p>Kommentar zur Anhörung zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag:<br /><a href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-anhoerung.html">http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-anhoerung.html</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Über den Arbeitskreis gegen Internet-Sperren (AK Zensur):</h3>
<p>Dem AK Zensur gehören unter anderem an, in alphabetischer Reihenfolge:&nbsp;der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.antispam.de/">Antispam e.V</a>., die Initiative&nbsp;<a class="ext" href="http://www.falle-internet.de/">falle-internet.de</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.foebud.org/">FoeBuD e.V</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.fitug.de/">Förderverein Informationstechnik und Gesellschaft e.V.</a>&nbsp;(FITUG), das&nbsp;<a class="ext" href="http://www.fiff.de/">Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.</a>&nbsp;(FIfF), die&nbsp;<a class="ext" href="http://www.mogis-verein.de/">MissbrauchsOpfer gegen InternetSperren</a>&nbsp;(MOGIS),&nbsp;<a class="ext" href="http://netzpolitik.org/">netzpolitik.org</a>,&nbsp;<a class="ext" href="http://odem.org/">ODEM.org</a>,&nbsp;<a class="ext" href="http://www.spreeblick.com/">Spreeblick</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.trotzallem.de/">Trotz Allem e.V.</a>&nbsp;und zahlreiche Einzelpersonen.</p>
<p><a href="http://ak-zensur.de/">http://ak-zensur.de/</a><a href="http://ak-zensur.de/gruende/"><br />http://ak-zensur.de/gruende/</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]>
    </content>
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    <title>Stellungnahme von Franziska Heine vor dem Petitionsauschuss</title>
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    <published>2010-02-22T13:46:27Z</published>
    <updated>2010-02-22T14:09:06Z</updated>

    <summary><![CDATA[Stellungnahme&nbsp;von Franziska Heine vor dem Petitionsauschuss Es gilt das gesprochene Wort Zunächst möchte ich mich für die Möglichkeit bedanken, das Anliegen von mir und 134.014 Mitzeichnern Online, 1.391 weiteren Mitzeichnern und insgesamt 96 eingereichten Petitionen mit gleichem Anliegen hier vor...]]></summary>
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        <name>AK Zensur</name>
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    </author>
    
        <category term="Kommentar" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
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        <![CDATA[<p>Stellungnahme&nbsp;von Franziska Heine vor dem Petitionsauschuss</p>
<p>Es gilt das gesprochene Wort</p>
<p>Zunächst möchte ich mich für die Möglichkeit bedanken, das Anliegen von mir und 134.014 Mitzeichnern Online, 1.391 weiteren Mitzeichnern und insgesamt 96 eingereichten Petitionen mit gleichem Anliegen hier vor dem Petitionsausschuss des Bundestages präsentieren zu können.</p>
<p>&nbsp;</p>]]>
        <![CDATA[<p>Mein Name ist Franziska Heine. Ich habe am 22. April 2009 die Petition mit dem Titel "Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten" eingereicht.</p>
<p>Ich werde als erstes kurz auf die Ereignisse des vergangenen Jahres eingehen.</p>
<p>Anschließend werde ich die wesentlichen Kritikpunkte am Zugangserschwerungsgesetz herausarbeiten.</p>
<p>Dann werde ich unsere Forderungen nennen und einen Vorschlag unterbreiten, wie die Fraktionen des Bundestages diese umsetzen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Frühjahr des letzten Jahres wurde, ausgehend vom Familienministerium, ein Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, mit dem das BKA ermächtigt wurde, geheime Listen mit Webseiten anzulegen. Die Webseiten auf diesen Listen sollen täglich an die deutschen Internet Service Provider übergeben und von diesen für den Zugang durch Nutzer gesperrt werden. Jeder Aufruf einer Webseite auf dieser Liste soll auf ein "Stoppschild" umgeleitet werden.</p>
<p>Nun kann man sich fragen, warum über 135.000 Menschen – so viele, wie in 2 Olympiastadien passen –, sich gegen ein populistisches Gesetz wenden, das über Monate hinweg als die ultimative Lösung im Kampf gegen Kinderpornografie präsentiert wurde. Wir erinnern uns sicher alle an die Beschreibungen von Frau von der Leyen.</p>
<p>All diese Menschen sind nicht gegen das Stoppschild, weil sie die Verbreitung und den Konsum von Kinderpornographie befürworten. Im Gegenteil: Sie sind dagegen, weil sie darin eine gefährliche Symbolpolitik sehen, die allein darauf abzielt, eine scheinbar schnelle und scheinbar einfache Lösung zu präsentieren. Eine Symbolpolitik, die glaubt, mit technischen Mitteln soziale Probleme lösen zu können. Vor Allem eine gefährliche Symbolpolitik, die erheblichen Schaden für die Informations- und Meinungsfreiheit anrichten wird, aber zum Erreichen des eigentlichen Ziels vollkommen ungeeignet ist.</p>
<p>Ich werde kurz die wesentlichen Kritikpunkte an dem Gesetzentwurf herausarbeiten:</p>
<p>1. Die Maßnahme ist unwirksam: Die illegalen Inhalte und damit die Taten, werden im Netz durch die Stoppschilder lediglich verdeckt. Die Betroffenen erleben ein weiteres Mal eine gesellschaftliche Tabuisierung und ein von der Regierung angeordnetes Wegsehen. Tatsächlich aber sind sie weiterhin frei im Netz gespeichert und weiterhin frei abrufbar, denn die bisher bekannten Sperrtechniken können mit einfachen und frei verfügbaren Mitteln umgangen werden.</p>
<p>2. Die Maßnahme ist unnötig: Die Entfernung der Inhalte und die Verfolgung der Täter ist weltweit möglich: Einerseits handelt es sich um Taten, die weltweit nicht nur geächtet, sondern auch strafbar sind. Andererseits zeigen die Erfahrungen, dass die Verbreitung ausschließlich aus Ländern erfolgt, in denen die Verbreitung von Kinderpornografie verboten ist – mehrheitlich aus den USA und Westeuropa einschließlich Deutschland. [Und dann die Karte zeigen]. Auch das BKA hatte diese Erkenntnis, wie ein Brief vom 9. Juni 2009 an Frau Bulmahn von der SPD-Fraktion beweist. [zeigen]</p>
<p>3. Die Maßnahme ist intransparent: Das Verfahren der geheimen Liste weckt die Befürchtung, dass Seiten ohne weiteres gesperrt werden, die nichts mit kinderpornografischen Inhalten zu tun haben. Sperrlisten aus dem Ausland, die wir gefunden haben, haben gezeigt, dass nur knapp die Hälfte der dort aufgelisteten Seiten illegal waren. Die australische hatte sogar versehentlich einen Reiseveranstalter und einen Zahnarzt aus Queensland aufgelistet!</p>
<p>4. Aus Punkt drei folgt also: Die Maßnahme ermöglicht Willkür: Falsche Einträge sind nicht zu verhindern und: Es ist vollkommen unklar, wie sich gegen einen möglicherweise unrechtmäßigen Eintrag auf der Liste gewehrt werden könnte.</p>
<p>5. Die Maßnahme konterkariert Artikel 5 des Grundgesetzes: Die Existenz von "Stoppschildern" erzeugt sogenannte "Chilling-Effekte". Stellen Sie sich nur mal vor, sie klicken auf einen Link in einer Mail und landen auf einem Stoppschild. Sie müssen also davon ausgehen, dass sie gerade unwissentlich versucht haben, Illegales abzurufen. Nun fragen Sie sich: Sind Sie jetzt irgendwo gebrandmarkt als Konsument strafbarer Bilder? Und jetzt überlegen Sie sich: Wie wird es sich das nächste Mal anfühlen, wenn sie einen Link vor sich haben und sich nicht trauen, darauf zu klicken, obwohl Sie doch nur auf der Suche nach Informationen sind? Dies kann nicht gewollt sein.</p>
<p>Noch zwei etwas schwächere Argumente:</p>
<p>6. Die Maßnahme verhindert Verbrechensbekämpfung: Die Umleitung auf Stoppschilder ist ein perfektes Frühwarnsystem für Anbieter verbotenen Contents. es ist denkbar, dass sich kriminelle Webseitenbetreiber einfach erstellbare Abfragen erstellen, die ihnen zuverlässig mitteilen, ob ihre Seite von einer Umleitung auf eine Seite mit Stoppschild betroffen ist. Sobald sie davon erfahren, ziehen sie ihre Inhalte einfach um (das geht mit etwas technischem Know-How innerhalb von wenigen Minuten). So verspielen die Ermittlungsbehörden wichtige Vorteile im Kampf gegen die Täter.</p>
<p>7. Die Maßnahme könnte die Verbreitung illegaler Inhalte fördern: Das Gleiche gilt für Konsumenten illegaler Inhalte. Auch sie können sich mit Hilfe einfacher Abfragen Listen zusammenstellen, die sie zielgerichtet zu den für sie relevanten Inhalten führen. Die Listen des BKA werden so zu Navigationshilfen, die direkt zu den illegalen Inhalten führen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diese Punkte wurden während des letzten Jahres von vielen Leuten immer und immer wieder beharrlich angesprochen. Wir haben diskutiert und den Dialog gesucht. Jetzt, in der neuen Legislaturperiode, gibt es einen breiten politischen Konsens, dass Netzsperren keine sinnvolle Massnahme bei der Bekämpfung strafbarer Inhalte im Netz sind. Darüber freuen wir uns.</p>
<p>Dennoch ist ein Gesetz, von dessen Sinnlosigkeit alle Parteien überzeugt sind, durch die Unterschrift des Bundespräsidenten und die baldige Verkündung politische Realität. Dass CDU und FDP in ihrem Koalitionsvertrag eine Nichtanwendung des Gesetzes beschlossen haben war ein wichtiger Schritt, der jedoch eine Menge bisher ungeklärter Fragen aufgeworfen hat.</p>
<p>Deshalb ist jetzt der Moment, in dem wir diesen schwierigen Zustand in der gesetzlichen Grauzone beenden müssen. Wir brauchen eine überparteiliche Koalition der rechtsstaatlichen Vernunft, die gemeinsam ein Aufhebungsgesetz für das Netzsperrengesetz in den Bundestag einbringt. Auch wenn das ursprüngliche Vorhaben mit den Stoppschildern gut gemeint gewesen sein sollte, sollten Sie sich besseren Einsichten nicht verschließen und dieses unnötige und für unsere Demokratie schädliche Gesetz aus der Welt schaffen.</p>
<p>&nbsp;</p>]]>
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    <title>Parteiübergreifende Gesetzesinitiative zur Aufhebung des Internet-Sperr-Gesetzes gefordert</title>
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    <published>2010-02-22T02:15:03Z</published>
    <updated>2010-02-22T02:17:05Z</updated>

    <summary>Pressemitteilung des Arbeitskreises gegen Internetsperren und Zensur zur Anhörung vor dem Petitionsausschuss am 22. Februar 2010...</summary>
    <author>
        <name>Alvar Freude</name>
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    </author>
    
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        <![CDATA[<p><strong>Pressemitteilung des Arbeitskreises gegen Internetsperren und Zensur zur Anhörung vor dem Petitionsausschuss am 22. Februar 2010</strong></p>]]>
        <![CDATA[<p><em>Berlin, den 22. Februar</em>. Am heutigen Montag berät der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages in öffentlicher Anhörung über die Petition gegen das Gesetz zur Sperrung von Internetseiten, dem sogenannten Zugangserschwerungsgesetz. Mit über 134.000 Unterzeichnern steht damit die erfolgreichste Petition, die es jemals gegeben hat, auf der Tagesordnung des Ausschusses. Der <a href="http://ak-zensur.de/">Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur</a>, der die Petition unterstützt hat, fordert anlässlich der Anhörung zum Zugangserschwerungsgesetz im Petitionsauschuss die sofortige Aufhebung des Gesetzes.&nbsp;</p>
<p>"Netzsperren sind ein untaugliches Mittel bei der Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet. Der Aufbau einer Zensur-Infrastruktur kann und darf keine 'ultima ratio' bei der Bekämpfung strafbarer Inhalte sein", meint Alvar Freude vom AK Zensur. Nachdem auch die Bundesregierung erklärt hat, dass sie das Zugangserschwerungsgesetz gar nicht anwenden will, sei es notwendig, das Gesetz sofort abzuschaffen. "Das beste wäre es, wenn sich die im Bundestag vertretenen Parteien auf einen Gesetzesentwurf über die Fraktionsgrenzen hinweg einigen würden," führt Freude aus und ergänzt: "Es gibt inzwischen einen breiten Konsens gegen Netzsperren. Das darf im Parteienstreit zwischen Regierung und Opposition nicht vergessen werden."</p>
<p>"Es wäre", so Freude, "eine weitere Blamage für die Politik in Deutschland, wenn die inzwischen über Fraktionsgrenzen hinweg gewandelte Auffassung zum Zugangserschwerungsgesetz nicht auch eine rechtstaatlich vernünftige Lösung finden würde - nämlich in Form eines Aufhebungsgesetzes."</p>
<p>Der AK Zensur weist abschließend auch auf einen anderen Aspekt hin. So habe die Debatte um Netzsperren bewiesen, dass die Nutzer mit Ihrer Kompetenz einen wichtigen Beitrag zur politischen Willensbildung leisten können. "Es ist zukünftig wichtiger denn je, dass sich die Politik diese Kompetenz zunutze macht", meint Freude mit einem Seitenblick auf die geplanten Änderungen zum&nbsp;Jugendmedienschutz-Staatsvertrag.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Anhörung beginnt um 13 Uhr und kann auch über das Web-TV Angebot des Bundestages live verfolgt werden: <a class="ext" href="http://www.bundestag.de/bundestag/parlamentsfernsehen/">http://www.bundestag.de/bundestag/parlamentsfernsehen/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>(Veröffentlichung honorarfrei, Belegexemplar erbeten)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Aussender:</strong><br />Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur)<br /><a href="http://ak-zensur.de/">http://ak-zensur.de/</a><br /><br /><strong>Pressekontakt:&nbsp;</strong><br /><a href="mailto:presse@ak-zensur.de">presse@ak-zensur.de</a><br />Alvar Freude, Tel. (0179) 13 46 47 1&nbsp;(bitte NICHT in andere Blogs übernehmen, sondern hierher verweisen!)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Hintergrundinformationen:</h3>
<p>Warum wir Internet-Sperren im Kampf gegen Kinderpornographie im Internet für den falschen Weg halten:<br /><a href="http://ak-zensur.de/gruende/">http://ak-zensur.de/gruende/</a></p>
<p>Der AK Zensur hat mehrfach auf die verfassungsrechtlichen Probleme des Zugangserschwerungsgesetzes hingewiesen, u.a. in einem Brief an den Bundespräsidenten:<br /><a href="http://ak-zensur.de/2009/07/brief-bundespraesident.html">http://ak-zensur.de/2009/07/brief-bundespraesident.html</a></p>
<p>Ursula von der Leyen wurde 2009 mit dem Big Brother Award in der Kategorie Politik wegen ihres Einsatzes für das Zugangserschwerungsgesetz ausgezeichnet:<br /><a class="ext" href="http://blog.odem.org/2009/10/bba-zensursula.html">http://blog.odem.org/2009/10/bba-zensursula.html</a></p>
<p>Auch nach Erkenntnissen des BKA werden die meisten Webseiten mit kinderpornographischen Darstellungen aus den USA und Westeuropa einschließlich Deutschland verbreitet. Es ist unverständlich, warum hier nicht schon bisher stärker gegen die Täter vorgegangen wird.<br /><a class="ext" href="http://blog.odem.org/2010/01/30/bka-antwort-spd-bulmahn.pdf">http://blog.odem.org/2010/01/30/bka-antwort-spd-bulmahn.pdf<br /></a><a href="http://ak-zensur.de/download/Karte-Sperrlisten--AU-FI-CH--A4.pdf">http://ak-zensur.de/download/Karte-Sperrlisten--AU-FI-CH--A4.pdf</a></p>
<p>„Oft waren die Inhalte in 15 Minuten gelöscht“<br /><a class="ext" href="http://www.golem.de/1002/72951.html">http://www.golem.de/1002/72951.html</a></p>
<p>Stellungnahme vom AK Zensur zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag:<br /><a href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html">http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html</a></p>
<p>Kommentar zur Anhörung zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag:<br /><a href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-anhoerung.html">http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-anhoerung.html</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Über den Arbeitskreis gegen Internet-Sperren (AK Zensur):</h3>
<p>Dem AK Zensur gehören unter anderem an, in alphabetischer Reihenfolge:&nbsp;der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.antispam.de/">Antispam e.V</a>., die Initiative&nbsp;<a class="ext" href="http://www.falle-internet.de/">falle-internet.de</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.foebud.org/">FoeBuD e.V</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.fitug.de/">Förderverein Informationstechnik und Gesellschaft e.V.</a>&nbsp;(FITUG), das&nbsp;<a class="ext" href="http://www.fiff.de/">Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.</a>&nbsp;(FIfF), die&nbsp;<a class="ext" href="http://www.mogis-verein.de/">MissbrauchsOpfer gegen InternetSperren</a>&nbsp;(MOGIS),&nbsp;<a class="ext" href="http://netzpolitik.org/">netzpolitik.org</a>,&nbsp;<a class="ext" href="http://odem.org/">ODEM.org</a>,&nbsp;<a class="ext" href="http://www.spreeblick.com/">Spreeblick</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.trotzallem.de/">Trotz Allem e.V.</a>&nbsp;und zahlreiche Einzelpersonen.</p>
<p><a href="http://ak-zensur.de/">http://ak-zensur.de/</a><a href="http://ak-zensur.de/gruende/"><br />http://ak-zensur.de/gruende/</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]>
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    <title>Unsere Chance vor dem Petitionsausschuss am 22.02.2010</title>
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    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.583</id>

    <published>2010-02-18T15:00:58Z</published>
    <updated>2010-02-18T15:43:26Z</updated>

    <summary>Vor fast zehn Monaten wurde die Petition „Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten“ beim deutschen Bundestag eingereicht. Um genau zu sein: am 22. April 2009. Monate, Wochen und Tage, in denen unglaublich viel passiert ist. Wir haben unterschrieben, diskutiert, demonstriert,...</summary>
    <author>
        <name>Franziska Heine</name>
        
    </author>
    
        <category term="In eigener Sache" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    <category term="anhörung" label="Anhörung" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
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        <![CDATA[<p>Vor fast zehn Monaten wurde die Petition „Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten“ beim deutschen Bundestag eingereicht. Um genau zu sein: am 22. April 2009. Monate, Wochen und Tage, in denen unglaublich viel passiert ist.</p>
<p>Wir haben unterschrieben, diskutiert, demonstriert, wir haben Werkzeuge zur besseren Vernetzung für diese Petition gebaut, wir haben mit Politikern gesprochen und mit Kinderschutzverbänden. Wir haben immer und immer wieder gezeigt und erklärt, warum das Sperren von Webseiten, die Einrichtung einer geheimen, vom BKA kontrollierten Liste von zu sperrenden Webseiten und die Errichtung einer Zensurinfrastruktur bei Internet-Service-Providern sinnlos ist.</p>
<p>Am 17. Februar 2010 hat der Bundespräsident Horst Köhler das Zugangserschwerungsgesetz schließlich unterschrieben.</p>
<p>Ein Gesetz, das kaum einer der beteiligten oder aktuell regierenden Politiker noch will. Die Arbeit, die wir im letzten Jahr geleistet haben, hat dazu geführt, dass ein politisches Umdenken stattgefunden hat. Jetzt haben wir noch einmal die Chance, unser Wort direkt an die Politiker aller Parteien zu richten. Am 22. Februar 2010 wird die Petition in einer öffentlichen Sitzung thematisiert. Dort werden wir noch einmal unseren Standpunkt klar formulieren und Fragen an die anwesenden Politiker richten können. Weil leider nur eine Person - ich oder ein von mir benannter Stellvertreter – vor dem Ausschuss sprechen kann, ist es mir wichtig, hier in den Kommentaren dieses Blogs zu sammeln, was euch wichtig ist. Was sind Punkte und Themen, die euch im Zusammenhang mit dem Zugangserschwerungsgesetz besonders wichtig sind? Was sollte aus eurer Sicht unbedingt vor dem Petitionsausschuss angesprochen werden? Welche Fragen habt ihr an die Mitglieder?</p>
<p>Die Sitzung ist, wie oben erwähnt, öffentlich. Wenn es auch in den letzten Wochen ruhiger um das Gesetz geworden ist – vom Tisch ist es noch lange nicht. Schlimmer noch: Mit der Novellierung des JMStV steht bereits der nächste Versuch bevor, massiv in das Netz einzugreifen, der in seinen Konsequenzen weit über das Zugangserschwerungsgesetz hinausgeht. Darum ist es wichtig, dort zu sein, präsent zu sein und zu zeigen, dass wir nicht aufgehört haben zu kämpfen. Wer am Montag zwischen 13:00 und 16:00 Uhr Zeit hat, kann sich folgendermaßen für die Sitzung anmelden:</p>
<blockquote>
<p>Interessierte Zuhörer, die keinen Hausausweis des Bundestages haben, können sich unter Angabe von Namen und Geburtsdatum beim Sekretariat des Petitionsausschuss, Platz der Republik 1, 11011 Berlin (Tel.: 030/227 352 57, Fax: 030/227 360 53, E-Mail: vorzimmer.peta@bundestag.de) anmelden. Zur Anhörung wird ein gültiger Personalausweis benötigt.</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>]]>
        
    </content>
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    <title>Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur fordert sofortige Aufhebung des Internet-Sperr-Gesetzes und kündigt Verfassungsbeschwerde an</title>
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    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.580</id>

    <published>2010-02-17T15:59:18Z</published>
    <updated>2010-02-18T00:36:28Z</updated>

    <summary>Der Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) erklärt zu der Unterzeichnung des Zugangserschwerungsgesetzes durch Bundespräsident Köhler:...</summary>
    <author>
        <name>Alvar Freude</name>
        <uri>http://alvar.a-blast.org/</uri>
    </author>
    
        <category term="Pressemeldungen" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    <category term="bundespräsident" label="Bundespräsident" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
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    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p><strong>Der Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) erklärt zu der Unterzeichnung des Zugangserschwerungsgesetzes durch Bundespräsident Köhler:</strong></p>]]>
        <![CDATA[<p>»Über die Entscheidung zur Ausfertigung des Internet-Sperr-Gesetzes sind wir enttäuscht. Trotz erheblicher verfassungsrechtlicher Bedenken aller Experten hat der Bundespräsident am heutigen Tage das Zugangserschwerungsgesetz unterzeichnet. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie jetzt, wie angekündigt, umgehend die Initiative zur Aufhebung dieses gefährlichen Gesetzes ergreift. In einem Aufhebungsgesetz müssen alle Grundlagen für eine Internet-Zensur-Infrastruktur außer Kraft gesetzt werden.</p>
<p>Die Bundestagsparteien sind nach eigenen Angaben überzeugt, dass der von der vorherigen Bundesregierung eingeschlagene Weg grundsätzlich falsch ist, um gegen die Darstellung von Kindesmissbrauch im Internet vorzugehen. Sie befürworten den auch vom Arbeitskreis geforderten - und als gangbar bewiesenen - rechtsstaatlichen Weg, diese Inhalte von den Servern löschen zu lassen. Wir fordern die den Grundrechten verpflichteten Bundestagsabgeordneten auf, parteiübergreifend die Initiative für eine umgehende und umfassende Aufhebung des Zugangserschwerungsgesetzes zu ergreifen und gemeinsam abzustimmen.</p>
<p>Gelegenheit hierzu bietet sich dem Bundestag bereits am 25. Februar 2010. An diesem Tag werden die Aufhebungsanträge der Grünen, der Linken und der SPD in erster Lesung behandelt. Jeder Gesetzesentwurf, der als Minimalziel eine vollständige Aufhebung des Zugangserschwerungsgesetzes vorsieht, sollte deshalb aus Sicht aller Bundestagsfraktionen zustimmungsfähig sein.&nbsp;</p>
<p>Mit dem nun in Kraft tretenden Gesetz werden Internet-Zugangsanbieter verpflichtet, Techniken zur allgemeinen Internet-Zensur bereit zu halten, wie wir sie beispielsweise aus Saudi-Arabien und China kennen. Diese technische Verpflichtung bleibt auch dann bestehen, wenn die Bundesregierung das Bundeskriminalamt anweist, keine Sperrlisten herauszugeben. Die Technik kann für die Filterung beliebiger Inhalte missbraucht werden. Zuletzt kamen auch aus den Reihen der Bundesländer im Rahmen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags wieder Forderungen auf, unerwünschte Internet-Inhalte zu blockieren.</p>
<p>Parallel zur geforderten Aufhebungsinitiative im Bundestag bereiten die im AK Zensur mitwirkenden Juristen eine Verfassungsbeschwerde vor, da das Zugangserschwerungsgesetz nach unserer Einschätzung verfassungswidrig ist. Erstmals wird damit in Deutschland eine Internet-Zensur-Infrastruktur gesetzlich verankert, die massiv in die Informations-, Rezipienten- und Meinungsfreiheit eingreift.</p>
<p>Für den heutigen 17. Februar rufen Internet-Aktivisten außerdem zur Demonstration um 18 Uhr vor dem Schloss Bellevue in Berlin auf. Diesem Aufruf schließen wir uns an.«</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p>
<p>Der AK Zensur hat mehrfach auf die verfassungsrechtlichen Probleme des Zugangserschwerungsgesetzes hingewiesen, u.a. in einem Brief an den Bundespräsidenten:<br /><a href="http://ak-zensur.de/2009/07/brief-bundespraesident.html">http://ak-zensur.de/2009/07/brief-bundespraesident.html</a></p>
<p>Ursula von der Leyen wurde 2009 mit dem Big Brother Award in der Kategorie Politik wegen ihres Einsatzes für das Zugangserschwerungsgesetz ausgezeichnet:<br /><a class="ext" href="http://blog.odem.org/2009/10/bba-zensursula.html">http://blog.odem.org/2009/10/bba-zensursula.html</a></p>
<p>Auch nach Erkenntnissen des BKA werden die meisten Webseiten mit kinderpornographischen Darstellungen aus den USA und Westeuropa einschließlich Deutschland verbreitet. Es ist unverständlich, warum hier nicht schon bisher stärker gegen die Täter vorgegangen wird.<br /><a class="ext" href="http://blog.odem.org/2010/01/30/bka-antwort-spd-bulmahn.pdf">http://blog.odem.org/2010/01/30/bka-antwort-spd-bulmahn.pdf<br /></a><a href="http://ak-zensur.de/chart-au-liste-legende.jpg">http://ak-zensur.de/chart-au-liste-legende.jpg</a></p>
<p>„Oft waren die Inhalte in 15 Minuten gelöscht“<br /><a class="ext" href="http://www.golem.de/1002/72951.html">http://www.golem.de/1002/72951.html</a></p>
<p>Stellungnahme vom AK Zensur zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag:<br /><a href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html">http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html</a></p>
<p>Kommentar zur Anhörung zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag:<br /><a href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-anhoerung.html">http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-anhoerung.html</a></p>
<p><br /><strong>Aussender:</strong><br />Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur)<br /><a href="http://ak-zensur.de/">http://ak-zensur.de/</a><br /><br /><strong>Pressekontakt:&nbsp;</strong><br /><a href="mailto:presse@ak-zensur.de">presse@ak-zensur.de</a><br />Alvar Freude, Tel. (0179) 13 46 47 1&nbsp;(bitte NICHT in andere Blogs übernehmen, sondern hierher verweisen!)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Über den Arbeitskreis gegen Internet-Sperren (AK Zensur):</h3>
<p>Dem AK Zensur gehören unter anderem an, in alphabetischer Reihenfolge:&nbsp;der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.antispam.de/">Antispam e.V</a>., die Initiative&nbsp;<a class="ext" href="http://www.falle-internet.de/">falle-internet.de</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.foebud.org/">FoeBuD e.V</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.fitug.de/">Förderverein Informationstechnik und Gesellschaft e.V.</a>&nbsp;(FITUG), das&nbsp;<a class="ext" href="http://www.fiff.de/">Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.</a>(FIfF), die&nbsp;<a class="ext" href="http://www.mogis-verein.de/">MissbrauchsOpfer gegen InternetSperren</a>&nbsp;(MOGIS), <a class="ext" href="http://netzpolitik.org/">netzpolitik.org</a>,&nbsp;<a class="ext" href="http://odem.org/">ODEM.org</a>,&nbsp;<a class="ext" href="http://www.spreeblick.com/">Spreeblick</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.trotzallem.de/">Trotz Allem e.V.</a>&nbsp;und zahlreiche Einzelpersonen.</p>
<p>&nbsp;</p>]]>
    </content>
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    <title>Löschen statt Sperren ist der richtige Weg</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://ak-zensur.de/2010/02/loeschen-statt-sperren.html" />
    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.575</id>

    <published>2010-02-10T08:09:09Z</published>
    <updated>2010-02-10T08:14:22Z</updated>

    <summary>Pressemeldung des Arbeitskreises gegen Internet-Sperren und Zensur zum Brief der Bundesregierung an den Bundespräsidenten, das Zugangserschwerungsgesetz nicht umsetzen zu wollen...</summary>
    <author>
        <name>Christian Woehrl</name>
        
    </author>
    
        <category term="Pressemeldungen" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
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    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p><strong>Pressemeldung des Arbeitskreises gegen Internet-Sperren und Zensur zum Brief der Bundesregierung an den Bundespräsidenten, das Zugangserschwerungsgesetz nicht umsetzen zu wollen</strong></p>]]>
        <![CDATA[<p>Der Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur begrüßt die Ankündigung der Bundesregierung, sich von Zugangssperren im Internet endgültig zu verabschieden. Mit Unverständnis reagiert der Arbeitskreis darauf, dass das Zugangserschwerungsgesetz vorerst dennoch in Kraft treten und erst in einem zweiten Schritt an einem Aufhebungsgesetz gearbeitet werden soll.</p>
<p>„Im Grunde begrüßen wir die Absicht der Bundesregierung, von Internet-Sperren endgültig Abstand zu nehmen. Bereits vor Verabschiedung des Gesetzes hatten wir vergeblich darauf hingewiesen, dass das Filtern oder "Sperren" der falsche und kontraproduktive Umgang &nbsp;mit illegalen Inhalten im Netz ist. Unter dem Deckmantel des Kinderschutzes darf keine Internet-Zensur-Infrastruktur eingeführt werden", so Alvar Freude vom Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur. "Den Strafverfolgungsbehörden stehen bereits heute alle notwendigen Mittel und Wege zur Verfügung, um effektiv gegen Täter vorzugehen. Eine Ausweitung der Kompetenzen des BKA lehnen wir strikt ab", so Freude.&nbsp;</p>
<p>"Höchst unverständlich ist allerdings, wieso das offensichtlich verfassungswidrige Zugangserschwerungsgesetz dennoch vorerst in Kraft treten soll. Wir appellieren dringend an Herrn Bundespräsident Köhler, dieses Gesetz nicht zu unterzeichnen, da damit erstmal die Grundlagen für eine Internet-Zensur in Deutschland geschaffen würden! Mit dieser Lösung wäre allen Seiten gedient. Es ist zu befürchten, dass das Gesetz auch nicht mehr zurückgenommen wird, sobald es erst einmal in Kraft getreten ist. Die Zensur-Infrastruktur wäre dann jedoch gesetzlich verankert", führt Rechtsanwalt Dominik Boecker vom Arbeitskreis weiter an.&nbsp;</p>
<p>Sollte das Gesetz in Kraft treten und vom Bundestag kein Aufhebungsgesetz verabschiedet werden, wird an einer Verfassungsbeschwerde kein Weg vorbei führen. "Die vom Arbeitskreis bereits geäußerten Bedenken gegen das Gesetz bestehen fort, insbesondere weil sich die Antwort der Bundesregierung sehr ausführlich lediglich mit der Formalie der Gesetzgebungskompetenz des Bundes beschäftigt, ohne diese jedoch abschließend und befriedigend zu begründen", so Boecker.&nbsp;</p>
<p>Der Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur fordert den sofortigen Stopp des Aufbaus von Filter-Infrastrukturen und eine Bundestagsinitiative zur vollständigen Aufhebung des Zugangserschwerungsgesetzes. Er fordert die Politik auf, endlich Schluss zu machen mit der Phantasie ausufernder Internet-Überwachung. Dazu zählt auch die Neufassung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) in den Bundesländern, den der AK Zensur als nächsten Versuch sieht, Vorab-Kontrollen von Inhalten und eine Internet-Zensur-Infrastruktur einzuführen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p>
<p>Der AK Zensur hat mehrfach auf die verfassungsrechtlichen Probleme des Zugangserschwerungsgesetzes hingewiesen, u.a. in einem Brief an den Bundespräsidenten:<br /><a href="http://ak-zensur.de/2009/07/brief-bundespraesident.html">http://ak-zensur.de/2009/07/brief-bundespraesident.html</a></p>
<p>Ursula von der Leyen wurde 2009 mit dem Big Brother Award in der Kategorie Politik wegen ihres Einsatzes für das Zugangserschwerungsgesetz ausgezeichnet:<br /><a class="ext" href="http://blog.odem.org/2009/10/bba-zensursula.html">http://blog.odem.org/2009/10/bba-zensursula.html</a></p>
<p>Auch nach Erkenntnissen des BKA werden die meisten Webseiten mit kinderpornographischen Darstellungen aus den USA und Westeuropa einschließlich Deutschland verbreitet. Es ist unverständlich, warum hier nicht stärker gegen die Täter vorgegangen wird.<br /><a class="ext" href="http://blog.odem.org/2010/01/30/bka-antwort-spd-bulmahn.pdf">http://blog.odem.org/2010/01/30/bka-antwort-spd-bulmahn.pdf<br /></a><a href="http://ak-zensur.de/chart-au-liste-legende.jpg">http://ak-zensur.de/chart-au-liste-legende.jpg</a></p>
<p>"Oft waren die Inhalte in 15 Minuten gelöscht"<br /><a class="ext" href="http://www.golem.de/1002/72951.html">http://www.golem.de/1002/72951.html</a></p>
<p>Stellungnahme vom AK Zensur zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag:<br /><a href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html">http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html</a></p>
<p>Kommentar zur Anhörung zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag:<br /><a href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-anhoerung.html">http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-anhoerung.html</a></p>
<p><br /><strong>Aussender:</strong><br />Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur)<br /><a href="http://ak-zensur.de/">http://ak-zensur.de/</a><br /><br /><strong>Pressekontakt:&nbsp;</strong><br /><a href="mailto:presse@ak-zensur.de">presse@ak-zensur.de</a><br />Alvar Freude, Tel. (0179) 13 46 47 1&nbsp;(bitte NICHT in andere Blogs übernehmen sondern hierher verweisen!)</p>
<h3>Über den Arbeitskreis gegen Internet-Sperren (AK Zensur):</h3>
<p>Dem AK Zensur gehören unter anderem an, in alphabetischer Reihenfolge:&nbsp;der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.antispam.de/">Antispam e.V</a>., die Initiative&nbsp;<a class="ext" href="http://www.falle-internet.de/">falle-internet.de</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.foebud.org/">FoeBuD e.V</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.fitug.de/">Förderverein Informationstechnik und Gesellschaft e.V.</a>&nbsp;(FITUG), das&nbsp;<a class="ext" href="http://www.fiff.de/">Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.</a>(FIfF), die&nbsp;<a class="ext" href="http://www.mogis-verein.de/">MissbrauchsOpfer gegen InternetSperren</a> (MOGIS), <a class="ext" href="http://netzpolitik.org/">netzpolitik.org</a>,&nbsp;<a class="ext" href="http://odem.org/">ODEM.org</a>,&nbsp;<a class="ext" href="http://www.spreeblick.com/">Spreeblick</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.trotzallem.de/">Trotz Allem e.V.</a>&nbsp;und zahlreiche Einzelpersonen.</p>]]>
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    <title>Der JMStV-Entwurf muss vom Tisch!</title>
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    <published>2010-01-28T22:58:24Z</published>
    <updated>2010-01-29T18:16:50Z</updated>

    <summary><![CDATA[Ein Kommentar Gestern fand in der Staatskanzlei Mainz eine Anhörung zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag statt. Florian Altherr war für uns mit dabei und hat auf die massiven Probleme, die wir im aktuellen Entwurf sehen, hingewiesen. @cccmz hat live mitgezwitschert.&nbsp; Martin Stadelmaier, Chef...]]></summary>
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        <category term="Kommentar" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
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    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<h4>Ein Kommentar</h4>
<p>Gestern fand in der Staatskanzlei Mainz eine Anhörung zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag statt. Florian Altherr war für uns mit dabei und hat auf die <a class="ext" href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html">massiven Probleme</a>, die wir im aktuellen Entwurf sehen, hingewiesen. <a class="ext" href="http://twitter.com/cccmz">@cccmz</a> hat live mitgezwitschert.&nbsp;</p>
<p>Martin Stadelmaier, Chef der Staatskanzlei, betonte, dass der Entwurf ja gar nicht so gemeint gewesen sei wie wir es aufgefasst haben. So heißt es auch <a class="ext" href="http://www.rlp.de/einzelansicht/archive/2010/january/article/stadelmaier-freiwillige-kennzeichnung-ist-der-richtige-weg/">in einer Pressemeldung</a>, dass keine Zwangskennzeichnung von Inhalten vorgesehen sei, und dass „Netzsperren à la Zensursula“ nicht der richtige Weg seien.</p>
<p>Dies ist natürlich zu begrüßen! Mir scheint aber, dass es unter den Beteiligten in dieser Hinsicht durchaus unterschiedliche Meinungen gibt. So wünscht sich Wolf-Dieter Ring, Vorsitzender der <a class="ext" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kommission_f%C3%BCr_Jugendmedienschutz">Kommission für Jugendmedienschutz</a> (KJM), seit Jahren Sperrverfügungen gegen Access-Provider und in der KJM ist man der Ansicht, dass dies rechtlich schon jetzt möglich wäre. Ring saß mit am Tisch neben Martin Stadelmaier, und war in die Entstehung des aktuellen Entwurfs zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag involviert.</p>
<p>Damit kommen wir auch schon zu dem ersten Punkt, der sich in Zukunft ändern muss: <strong>die Nutzer bzw. die Online-Community und die Öffentlichkeit müssen in die Entstehung solcher Gesetze mit einbezogen werden!</strong> Denn dies geht uns alle was an, und es geht um Grundrechte. Zudem halte ich es für essentiell, dass der nächste Entwurf des JMStV nicht klammheimlich den Ministerpräsidenten zur Verabschiedung vorgelegt, sondern vorher der Öffentlichkeit vorgestellt wird.</p>
<p>Die zweite wichtige Forderung, mit der wir aus der Anhörung gehen ist: <strong>Wenn die Rundfunkkommission der Länder nun wirklich weder Zwangskennzeichnung noch Access-Blocking will, dann muss dies auch aus dem Gesetz deutlich werden.</strong> Und das bedeutet: Die Möglichkeiten von Sperrverfügungen der KJM gegen Access-Provider müssen ganz rausfallen, auch aus den bisherigen Regelungen. Eine Verantwortlichkeit nach dem JMStV darf sich nur auf die Anbieter eigener Inhalte beziehen. So wie dies im Telemediengesetz vorgesehen ist. Auch ist die Alterskennzeichnung einzelner Webseiten oder ganzer Sites aus dem Gesetzesentwurf zu streichen – freiwillig kann das ja weiterhin jeder Anbieter machen der dies wünscht. <em>Ergänzung:</em> <a class="ext" href="http://kris.koehntopp.de/artikel/rating_does_not_work/">Seit über zehn Jahren</a> ist schon <a class="ext" href="http://blog.koehntopp.de/archives/2736-Ab-18.html">mehrfach durchdekliniert</a>, dass dies <a class="ext" href="%20http://odem.org/insert_coin/kontrolle/filterpics.html">nicht funktioniert</a>. In <a href="http://ak-zensur.de/2010/01/25/jmstv-stellungnahme-ak-zensur-januar-2010.pdf">unserer JMStV-Stellungnahme</a> gibt es einen eigenen Abschnitt dazu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich sehe aber auch ein grundsätzliches Problem: Wenn am Entwurf zum neuen JMStV nur Organisationen, die mehr oder minder wirtschaftliche Interessen haben, beteiligt sind, dann kann das schnell in die falsche Richtung gehen. Und dann diskutieren sie in der Anhörung auch nur, wer jetzt welche Kompetenzen erhalten soll. Um das Netz, um die Nutzer, um Jugendschutz, um Demokratie, um das freiheitlichste Kommunikationsmedium aller Zeiten geht es dabei nicht: KJM/FSK/FSM/USK/<a class="ext" href="http://blog.assoziations-blaster.de/2007/12/jugendschutz-erwachsenenschutz.html">jugendschutz.net</a>/… diskutieren, wer Kompetenzen erhält!</p>
<p>Bei KJM-Chef Wolf-Dieter Ring liegt die Vermutung nicht fern, dass er weitere Interessen verfolgt: das Durchdrücken seiner eigenen Moralvorstellungen. So sagte er mal vor einigen Jahren auf den Münchner Medientagen, dass es eine positive (und gewollte) Nebenwirkung des Jugendschutzes sei, dass Erwachsenen der Zugang zu entsprechendem Material erschwert werde. Und er hat sich auch schon <a class="ext" href="http://www.fitug.de/debate/0504/msg00014.html">darüber beschwert</a>, dass die Entscheidungen der KJM von unabhängigen Richtern überprüft werden können …</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die meisten Verbände waren in der Anhörung leider zahm: sie müssen viele Mitglieder mit unterschiedlichen Interessen unter einen Hut bringen und einigen sich dann eben auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Von diesen können wir als Nutzer also nicht viel erwarten. Aber umgekehrt können wir sie durch unseren Protest ermuntern, mutiger zu werden. Beim Zugangserschwerungsgesetz hat es auch geklappt, die Verbände hatten sich da schon früh geschlagen gegeben. Ohne den Protest aus dem Netz wäre das auch so geblieben …</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Klar ist: <strong>dieser Entwurf muss vom Tisch!</strong> Das einzig Sinnvolle wäre, nochmal ganz von vorne anzufangen. Bei der Software-Entwicklung ist es es oft auch sinnvoll, eine Anwendung neu zu schreiben, anstatt am Mißglückten herumzubasteln. Da bietet sich auch die Gelegenheit zur Verständigung darüber, was erreicht werden soll:</p>
<ul>
<li>In Einschränkungen für die Porno-Branche sehe ich aus bürgerrechtlicher erst einmal kein Problem. Aus Jugendschutz-Sicht haben wir in Deutschland eine sehr weitgehende Lösung mit dem Zwang zu Altersverifikationssystemen, im Wesentlichen ist das für inländische Anbieter dicht. Allerdings sollte man sich schon fragen, inwieweit man indirekt Wirtschaftsförderung für die (großen) kommerziellen Porno-Anbieter betreiben will. <em>Ergänzung:</em>&nbsp;Durch die Altersverifikation haben wir quasi einen Zwang zur Bezahlung. Gleichzeitig haben aber im Inland nur noch die großen Anbieter eine Chance. Und die ausländischen, die ohne Altersverifikation auskommen.</li>
<li>Im Bereich des Rechtsextremismus bietet das Strafrecht effektivere Ansatzpunkte.</li>
<li>Aus Jugendschutz-Sicht ein viel realeres Problem ist neben der Beeinflussung durch den tagtäglichen Fernsehkonsum der Tausch von einschlägigen Fotos und Filmen via Handy auf dem Schulhof. Hier scheint mir nur eine praktikable Lösung in Sicht: die Stärkung der Medienkompetenz und des Verantwortungsgefühls der Jugendlichen sowie alles was damit zu tun hat (z.B. aufmerksame Eltern und Lehrer). Alle anderen denkbaren Lösungen schränken eine legitime Nutzung auf unzumubare Weise ein oder greifen tief in die Privatsphäre ein.</li>
<li>Internet-Angebote, die sich an Kinder richten, sollten sicher stellen, dass sie dort nicht gleichzeitig Inhalte anbieten, die für die jeweilige Altersgruppe offensichtlich ungeeignet sind. Dies ist zwar eine Selbstverständlichkeit, aber wenn sich die Anbieter nicht daran halten muss eben mit Druck nachgeholfen werden.</li>
<li>Der Datenschutz könnte gestärkt werden. Einige Anbieter fragen für meinen Geschmack viel zu viele Daten von Kindern ab, oft unnötigerweise.</li>
<li>Verbraucherschützer bemängeln, dass Kinder oft auf die typischen Abzocker-Websites gelockt werden. Ich sehe hier aber kein Problem des Jugendschutzes, sondern in mangelnder strafrechtlichr Verfolgung sowie eventuell Nachbesserungsbedarf im Fernabsatzgesetz und anderen dies betreffenden Gesetzen. Ich hätte auch kein Mitleid, wenn bei den betreffenden Betreibern und ihren willfährigen Anwälten mal die Hells Angels oder Banditos vorbeischauen würden. Aber wegen ein paar Abzockern sehe ich keinen Grund, in anderen Bereichen die Freiheit der Allgemeinheit einzuschränken. Verfolgt die Abzocker, nicht das Internet!</li>
<li><em><span style="font-family: mceinline;">Das Internet ist das freiheitlichste und effizienteste Informations- und Kommunikationsforum der Welt und trägt maßgeblich zur Entwicklung einer globalen Gemeinschaft bei. Die Informationsgesellschaft bietet neue Entfaltungsmöglichkeiten für jeden Einzelnen ebenso wie neue Chancen für die demokratische Weiterentwicklung unseres Gemeinwesens sowie für die wirtschaftliche Betätigung.</span></em> Das sage nicht ich, das sagt der Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Es wäre schön, wenn die Bundesländer dies nicht torpedieren würden.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hätten wir kompetente Jugendschützer in den Aufsichtsbehörden, Kommissionen und ähnlichen Organisationen, würden sie gute, beliebte und für jugendliche taugliche Online-Prokjekte erstellen. Sie wären von sich aus und vor der kommerziellen Konkurrenz auf die Idee gekommen, wie man erfolgreiche und beliebte Projekte macht. <strong>Warum kam von den ganzen Jugendschützern niemand auf die Idee, so etwas wie SchülerVZ in gut zu machen und professionell umzusetzen?</strong> Stattdessen werfen sie Millionen über Millionen für Projekte wie Klicksafe, fragFINN.de, klick-tipps.net und ähnlichen Kram <a class="ext" href="http://blog.assoziations-blaster.de/2007/12/jugendschutz-erwachsenenschutz.html#geld">zum Fenster hinaus</a>, die laut Alexa Traffic Stats kaum Besucher haben und zusammen weniger als die AK Zensur Webseite alleine …</p>
<p>Diese Leute werfen aber nicht nur unser Steuergeld zum Fenster hinaus. Sie sind es auch, die abstruse Regulierungs-Ideen entwickeln. Sie zerstören unser aller Freiheit. Das ist sehr traurig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Siehe auch: <a href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-stellungnahme.html">Infos zum JMStV und unsere Stellungnahme</a></p>]]>
        
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    <title>Zensur im Namen des Jugendschutzes: Stellungnahme zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag</title>
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    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.566</id>

    <published>2010-01-25T15:20:42Z</published>
    <updated>2010-02-07T15:09:38Z</updated>

    <summary><![CDATA[Am kommenden Mittwoch findet in der Staatskanzlei in Mainz eine Anhörung zum aktuellen Entwurf des überarbeiteten Jugendmedienschutz-Staatsvertrages&nbsp;(PDF) statt. [Ergänzung: Es handelt sich dabei um einen Staatsvertrag zwischen den Bundesländern&nbsp;und wurde am 15. Dezember von der Rundfunkkommission der Länder für die...]]></summary>
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    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p>Am kommenden Mittwoch findet in der Staatskanzlei in Mainz eine Anhörung zum <a class="ext" href="http://blog.odem.org/2010/01/12/Arbeitsentwurf-JMStV--Stand-2009-12-07.pdf">aktuellen Entwurf des überarbeiteten Jugendmedienschutz-Staatsvertrages</a>&nbsp;(PDF) statt. [<em>Ergänzung:</em> Es handelt sich dabei um einen Staatsvertrag zwischen den Bundesländern&nbsp;und wurde am 15. Dezember von der <a class="ext" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkkommission_der_Länder">Rundfunkkommission der Länder</a> für die Anhörung „vorgesehen“. Diese ist die Vermittlungsinstanz der Länder zur Medienpolitik. Vorsitzender der Rundfunkkommission ist Kurt Beck.]</p>
<p>Dazu haben wir beim AK Zensur eine <a href="http://ak-zensur.de/2010/01/25/jmstv-stellungnahme-ak-zensur-januar-2010.pdf">Stellungnahme</a>&nbsp;(PDF) verfasst, die den Entwurf in den meisten Punkten kritisiert.</p>
<p>Der aktuelle Entwurf zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) enthält eine ganze Reihe abzulehnender Vorschriften:</p>
<ul>
<li>Es werden sowohl Internet-Zugangs-Anbieter (Access-Provider, ISP) als auch Anbieter von Webspace (Hosting-Provider) mit den eigentlichen Inhalte-Anbietern gleich gesetzt. Sie werden als „Anbieter“ bezeichnet. Sie alle sind für die Inhalte ihrer Kunden verantwortlich.</li>
<li>Access-Provider werden verpflichtet, ausländische Webseiten zu blockieren, die sich nicht an die in Deutschland geltenden Jugendschutzbestimmungen halten. Es muss also eine weitaus umfangreichere Internet-Zensur-Infrastruktur aufgebaut werden, als dies Ursula von der Leyen im Wahlkampf vorgesehen hat.</li>
<li>Wenn auf einer Webseite die Nutzer Inhalte erstellen können (also zum Beispiel Kommentare in Blogs), dann muss der Betreiber der Plattform (also zum Beispiel der Blogger) nachweisen (!), dass er zeitnah Inhalte entfernt, <em>„die geeignet sind, die Entwicklung von jüngeren Personen zu beeinträchtigen“</em>. Ausnahmen sind keine vorgesehen.</li>
<li>Generell werden alle Inhalte in Kategorien eingeteilt: ab 0 Jahre, ab 6 Jahre, ab 12 Jahre, ab 16 Jahre, ab 18 Jahre.&nbsp;</li>
<li>Alle „Anbieter“ müssen sicherstellen, dass Kinder der entsprechenden Altersstufe jeweils ungeeignete Inhalte nicht wahrnehmen. Dafür sind mehrere (alternative) Maßnahmen vorgesehen:                         
<ul>
<li>Es wird ein von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zugelassenes Altersverifikationsverfahren genutzt.</li>
<li>Inhalte werden nur zu bestimmten Uhrzeiten angeboten. (beispielsweise nur zwischen 22 und 6 Uhr, wenn ab 16 Jahre)</li>
<li>Alle Inhalte werden mit einer entsprechenden Altersfreigabe gekennzeichnet.</li>
</ul>
</li>
<li>Die bestehenden Regelungen bezüglich schwer jugendgefährdenden Inhalten (das betrifft u.a. Hardcore-Pornographie usw.) bleiben natürlich in Kraft.&nbsp;           
<ul>
</ul>
</li>
</ul>
<h3>Kurz-Zusammenfassung unserer Stellungnahme</h3>
<ul>
<li><strong>Eine Verantwortlichkeit und Sperr-Verpflichtung der Internet-Zugangs-Anbieter (Access-Provider) für in- oder ausländische Inhalte lehnen wir ab.&nbsp;</strong><br />Eine solche Regelung wäre eine Verletzung europäischen und nationalen Rechts und würde zu erheblichen Einschränkungen der Meinungs- und Informationsfreiheit führen. Darüber hinaus wäre auch der eCommerce in Deutschland im internationalen Wettbewerb massiv beeinträchtigt, wenn Access-Provider aus Haftungsgründen zu einer inhaltlichen Kontrolle der von ihnen transportierten Inhalte gezwungen wären.</li>
<li><strong>Eine Ausweitung der Prüf- und Lösch-Pflichten für Inhalte Dritter, beispielsweise für Kommentare in Blogs und Diskussionsforen bzw. sog. „User Generated Content“, lehnen wir ab.&nbsp;</strong><br />Eine solche unverhältnismäßige Ausweitung von Kontrollpflichten führt dazu, dass derartige Angebote in Deutschland nicht oder nur noch extrem eingeschränkt verfügbar wären. Denn Anbieter würden gänzlich unkalkulierbaren Haftungsrisiken ausgesetzt. Hierdurch wäre nicht nur die Entwicklung innovativer Web-2.0-Angebote, sondern auch der wirtschaftliche Standort Deutschland massiv gefährdet. Derartige Prüfungspflichten schränken zudem die Meinungs- und Rezipientenfreiheit (Artikel 5 GG) erheblich ein.</li>
<li><strong>Eine Verpflichtung zur Kennzeichnung („Labeling“) von Inhalten im Internet lehnen wir ab.</strong><br />Sie ist logistisch und technisch undurchführbar und weltweit nicht sinnvoll durchsetzbar. Zudem ist eine solche Kennzeichnung in vielen Fällen auch willkürlich, da es kaum greifbare und objektive Kriterien zur Einstufung einer Seite, gerade im Altersbereich zwischen 3 und 16 Jahren, gibt.</li>
<li><strong>Eine Einführung bzw. Ausweitung von generellen „Sendezeitbegrenzungen“ im Internet lehnen wir ab.</strong><br />Sendezeitbegrenzungen sind in Broadcast-Medien durchaus sinnvoll. Diese werden aber der Natur eines internationalen Kommunikations- und Abruf-Mediums nicht gerecht. Zudem würde die Einführung einer „Sendezeit“ für das deutsche Internet nur bereits bestehende Ansätze verstärken, nicht jugendfreie Inhalte in das für den deutschen Gesetzgeber nicht kontrollierbare Ausland zu verlagern, so dass überhaupt kein Schutzniveau mehr vorhanden ist.</li>
<li><strong>Dem Entwurf mangelt es an ausreichender Normenklarheit. Er ist insgesamt nicht eindeutig, zu unbestimmt und überaus interpretationsfähig.</strong><br />Der Gesetzgeber muss für die wesentlichen Punkte seines Anliegens von Verfassungs wegen klare und eindeutige Regeln schaffen und nicht solche, die durch andere Institutionen nachträglich interpretiert werden müssen und einen viefältigen Spielraum zur Auslegung bieten.</li>
</ul>
<p>Der AK Zensur lehnt den Entwurf zur Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV-E) in der vorliegenden Form ab, weil er die Meinungs- und Rezipientenfreiheit der Bevölkerung übermäßig einschränkt, die Entwicklung von modernen Internet-Anwendungen behindert, die wirtschaftliche und soziale Weiterentwicklung des Internets hemmt und gleichzeitig kein höheres Jugendschutzniveau bietet.&nbsp;</p>
<p><span>Im Bereich der Pornographie dient er nicht dem Schutz von Jugendlichen, sondern dient der Marktabschottung der inländischen Porno-Industrie vor ausländischer Konkurrenz. Der Beifall der deutschen Porno-Produzenten ist ihm daher sicher.</span></p>
<p><span>In anderen Bereichen dient der JMStV-E der Durchsetzung moralischer und sittlicher Vorstellungen unter dem Deckmantel des Jugendschutzes, da auch Erwachsenen der Zugriff auf und die Diskussion über Inhalte deutlich erschwert wird, die potentiell <em>„geeignet sind, die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen“</em>.</span></p>
<p><span>Unserer Ansicht nach widerspricht der vorliegende Entwurf in zentralen Punkten Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention und Artikel 5 des Grundgesetzes.</span></p>
<p>Es ist nicht Aufgabe des Gesetzgebers, einem Unternehmen wie der jugendschutz.net GmbH neue Geschäftsfelder zu erschließen. Aber eben diesen Eindruck kann man bei der Lektüre des Entwurfs zur Novellierung des Jugendmedien-Staatsvertrags bekommen: Die Ausweitung der Arbeit für die nächsten Jahre wäre gesichert.</p>
<p>Weitere Stellungnahmen gibt es u.a. von <a class="ext" href="http://blog.1und1.de/2010/01/22/das_ende_der_freien_kommunikation_im_internet/">1&amp;1</a> und <a class="ext" href="http://www.eco.de/dokumente/20100120-Stellungnahme_eco_Novellierung_JMStV.pdf">eco</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unsere Stellungnahme im Volltext:&nbsp;<br /><a href="http://ak-zensur.de/2010/01/25/jmstv-stellungnahme-ak-zensur-januar-2010.pdf">jmstv-stellungnahme-ak-zensur-januar-2010.pdf</a>&nbsp;(PDF, 233 KB, 11 Seiten)</p>
<p><strong>Siehe auch:<br /></strong>Der <a class="ext" href="http://blog.odem.org/2010/01/sendezeitbegrenzung.html">aktuelle Entwurf zur Änderung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags</a>.<br /><a href="http://ak-zensur.de/2010/01/jmstv-anhoerung.html">Der JMStV-Entwurf muss vom Tisch!</a>&nbsp;Ein Kommentar nach der Anhörung.</p>
<p>&nbsp;</p>]]>
        
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    <title>Gefangen im Netz der simplen Antworten</title>
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    <published>2010-01-10T11:34:40Z</published>
    <updated>2010-01-10T22:17:57Z</updated>

    <summary>In Wahlkampfzeiten neigen Politiker und Parteien dazu, Probleme zu trivialisieren und Lösungen zu simplifizieren. Paradigmatisches Beispiel dürfte dafür Ursula von der Leyen mit ihrem Vorstoß zur Sperrung kinderpornographischer Internetseiten sein. Im Internet würde die „Vergewaltigung von Kindern vor laufender Kamera“...</summary>
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        <name>Alvar Freude</name>
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        <![CDATA[<p>In Wahlkampfzeiten neigen Politiker und Parteien dazu, Probleme zu trivialisieren und Lösungen zu simplifizieren. Paradigmatisches Beispiel dürfte dafür Ursula von der Leyen mit ihrem Vorstoß zur Sperrung kinderpornographischer Internetseiten sein. Im Internet würde die „<a class="ext" href="http://www.welt.de/politik/article3436867/Von-der-Leyens-Kampf-gegen-Kinderpornografie.html">Vergewaltigung von Kindern vor laufender Kamera</a>“ gezeigt. Die Server stünden in <a class="ext" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,636397,00.html">Indien</a> (oder <a class="ext" href="http://www.netzpolitik.org/2009/liebe-frau-krogmann-das-mit-kasachstan-habe-ich-geklaert/">Kasachstan</a>), wo die Inhalte nicht gelöscht werden könnten. Deswegen seien Internetsperren in Deutschland die einzig sinnvolle Massnahme. Für den Wahlkampf ist das eine brauchbare Geschichte – und <a class="ext" href="http://blog.odem.org/2009/10/dr-faustus.html">Wahlkampf war dies ja</a>.</p>
<p>Der Wahlkampf ist bekanntlich vorbei und bei dem Thema Bekämpfung der Kinderpornographie hat eine neue Sachlichkeit Einzug gehalten. Die Koalition will das „Zugangserschwerungsgesetz“ <a class="ext" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Koalitionsvereinbarung-Web-Sperren-weg-Vorratsdatenspeicherung-eingeschraenkt-831418.html">vorerst nicht umsetzen</a>. Es bleibt abzuwarten, ob die FDP das <a class="ext" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/FDP-will-Zugangserschwerungsgesetz-kippen-892656.html">Zugangserschwerungsgesetz kippen</a> kann, wie dies vom <a class="ext" href="http://ak-zensur.de/2009/10/koalitionsverhandlungen.html">AK Zensur gefordert wird</a>. &nbsp; &nbsp;</p>
<p>Für das BKA und seinen Chef Jörg Ziercke, wie auch für die Freunde obrigkeitsstaatlicher Lösungen in der CDU ist das nun gewiss etwas enttäuschend. Da hat man schon ein nahezu todsicheres Thema, mit dem der Einstieg in die flächendeckende Kontrolle des Netzes geschaffen werden soll, und dann kann man sich – trotz <a class="ext" href="http://www.netzpolitik.org/2009/online-petition-in-der-tagesschau/">Anwendung aller polemischen Mittel</a> – im Ergebnis nicht gegen eine „straff organisierte“ (<a class="ext" href="http://www.ksta.de/html/artikel/1242833542817.shtml">Zitat von W. Bosbach</a>) Kampagne des AK Zensur und der gesamten Netzgemeinschaft durchsetzen.</p>
<p>Die FAZ schlägt heute ein neues Kapitel der Auseinandersetzung auf. Erstmalig wird auf eine Trivialisierung des Problems verzichtet.</p>
<p>Soweit dem <a class="ext" href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E421A3CC2FBDA447AA0E85EB79BDDB656~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Artikel der FAZ</a> Informationen des BKA zu Grunde liegen, ist natürlich von vorne herein Skepsis angebracht. Das BKA möchte, mindestens im Ausland, nicht direkt eine Löschung von kinderpornographischen Inhalten durchführen, weil u.a. – so die <a class="ext" href="http://www.netzpolitik.org/2009/wir-sind-doch-die-guten-nicht-die-boesen/">Information von Martin Dörmann</a> – das BKA befürchtet, die sofortige Löschung von Inhalten könne strafrechtliche Ermittlungen behindern. Man würde sich einen Qualitätsjournalisten wünschen, der zu diesem Punkte das BKA zum Beispiel in der Person von Jürgen Maurer klar befragt. Ist es etwa nicht richtig, dass das BKA hinter verschlossenen Türen inoffiziell bestätigt hat, dass es an einer sofortigen Löschung von kinderpornographischen Inhalten nicht interessiert ist, damit strafrechtliche Ermittlungen noch durchgeführt werden können? Immerhin findet sich bei der FAZ eine etwas verklausulierte Bestätigung dieses Sachverhaltes: Das BKA lehnt es „bisher ab, sich bei seinen Löschversuchen direkt an ausländische Provider zu wenden und so die Strafverfolger in dem jeweiligen Staat zu umgehen. Man wisse schließlich nicht, welche Ermittlungsmaßnahmen die ausländischen Kollegen gerade betrieben, heißt es in Wiesbaden.“ Das hat oft zur Folge, dass die Verbreitung geduldet wird, um Konsumenten zu finden. Dass das FBI <a class="ext" href="http://arstechnica.com/tech-policy/news/2008/03/rick-rolled-to-child-porn-youre-a-pedophile-says-fbi.ars">Link-Honeypots betreibt</a> ist nur die harmlose offizielle Variante.</p>
<p>Die FAZ lotet nun mit der Lupe die Grenzbereiche des Löschens pornographischer Inhalte aus. Da geht es um fiktive Texte, Posingbilder und Anscheinsjugendpornographie. Konsterniert gibt die FAZ zu, es sei schwer, hier die „Strafbarkeit zu beurteilen“. Und vergisst gleichzeitig, dass das Zugangserschwerungsgesetz für solch schwierige und nicht einmal eindeutig rechtswidrige Sachverhalte nie gedacht war. Worum es <a class="ext" href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/16/16213.pdf">Frau von der Leyen beim Zugangserschwerungsgesetz ging</a>, wurde ja präzise formuliert: „Wir tolerieren nicht länger, dass Kinder vor laufender Kamera vergewaltigt, geschändet und missbraucht werden und jeder dabei im Internet zusehen kann.“ Und wer noch etwas deutlichere Formulierungen sucht, sollte sich die <a class="ext" href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Bulletin/2009/03/Anlagen/39-3-bmbfsfj,property=publicationFile.pdf">Rede von Frau von der Leyen in der Aktuellen Stunde</a> zur Bekämpfung&nbsp; der Kinderpornographie im Internet&nbsp; vor dem Deutschen Bundestag&nbsp; am 26. März 2009 durchlesen. Selbst das BKA hat die Ausweitung des Zugangserschwerungsgesetzes auf andere Sachverhalte <a class="ext" href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse/a09/anhoerungen/Archiv/22_Anhoerung/Protokoll/Protokoll.pdf">abgelehnt</a>.</p>
<p>Die Schlußfolgerung der FAZ, die natürlich nur zwischen den Zeilen zu lesen ist, lautet: Weil das Löschen in diesen Grenzbereichen so schwierig und kompliziert sei, brauche man doch Internetsperren. So findet die FAZ dann wieder zu der gewünschten Antwort zurück. Die FAZ bleibt gefangen im Netz der simplen Antworten. Für die komplizierten Probleme einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit werden wieder nur einfache Antworten gefunden. Was bei der FAZ indessen unerwähnt bleibt: wer über den Kernbereich international geächteter kinderpornographischer Inhalte hinaus die Differenzen zwischen verschiedenen nationalen Jurisdiktionen zum Anlass nimmt, Netzsperren zu fordern, der muss konsequent aus dem internationalen Internet ein renationalisiertes Intranet, also ein Local Area Network für Deutschland formen. Das <a class="ext" href="http://www.heise.de/ct/artikel/Internet-oder-Deutschland-Net-301706.html">Deutschland-Net</a>.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Dank an den anonymen Text-Spender!</em></p>]]>
        
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    <title>Internetsperren in Down Under</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://ak-zensur.de/2009/12/internetsperren-in-down-under.html" />
    <id>tag:ak-zensur.de,2009://14.554</id>

    <published>2009-12-18T08:00:00Z</published>
    <updated>2009-12-18T10:23:27Z</updated>

    <summary><![CDATA[Am 15.12.2009 verkündete die australische Regierung, die Installation eines zweigleisigen Internetsperrsystems weiter zu forcieren. Eine Gesetzesvorlage soll dem Parlament nächsten März vorgelegt werden. Ein Jahr nach Verabschiedung des Gesetzes sollen die Netzsperren eingerichtet sein. Dabei sollen für jedermann &bdquo;als abzulehnend...]]></summary>
    <author>
        <name>Christian Woehrl</name>
        
    </author>
    
        <category term="Kommentar" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p>Am 15.12.2009 <a
href="http://www.news.com.au/couriermail/story/0,23739,26491936-953,00.html">verkündete</a> die australische Regierung, die Installation eines zweigleisigen Internetsperrsystems weiter zu forcieren. Eine Gesetzesvorlage soll dem Parlament nächsten März vorgelegt werden. Ein Jahr nach Verabschiedung des Gesetzes sollen die Netzsperren eingerichtet sein.  </p>

<p>Dabei sollen für jedermann &bdquo;als abzulehnend eingestufte Inhalte&ldquo; (wie etwa sexuelle Gewalt, nicht nur gegen Kinder, Anleitungen zu kriminellen Handlungen und zum Drogenkonsum) direkt bei den Providern ausgefiltert werden. Als zweite Ebene wird den Internetnutzern eine freiwillige Zusatzoption angeboten, um &bdquo;für Kinder ungeeignete Inhalte&ldquo; entfernen zu lassen.</p>

<p>Die Filterliste wird von der &bdquo;Australian Communications and Media Authority (ACMA)&ldquo; gepflegt, die auch für <a href="http://ak-zensur.de/2009/05/loeschen-funktioniert.html">&bdquo;notice and take down&ldquo;</a> innerhalb Australiens zuständig ist. Dabei ist nicht vorgesehen, auch ausländische Hoster anzuschreiben (wie es die deutsche Bundesregierung momentan anstrebt).  </p>

<p><a href="http://www.dbcde.gov.au/funding_and_programs/cybersafety_plan/internet_service_provider_isp_filtering/isp_filtering_live_pilot">Tests</a> hätten ergeben, dass Inhalte zu 100% akkurat und ohne nennenswerte Performance-Einbuße gefiltert werden könnten. Dazu wurden verschiedenste Methoden (bis hin zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Packet_Inspection">Deep Packet Inspection</a>) <a href="http://www.dbcde.gov.au/__data/assets/file/0005/123854/Enex_Testlab_report_into_ISP-level_filtering_-_01_Main_report.rtf">angewandt</a>. Damit wäre Australien die erste &bdquo;westliche&ldquo; Nation, die ähnlich tief wie China oder Iran in die Internetstruktur eingreift.</p>

<p><a href="http://www.efa.org.au/">Gegner</a> der <a href="http://nocleanfeed.com/">Vorhaben</a> argumentieren mit der Ineffektivität der Sperren (umgehbar) und den hohen Kosten (Save the Children Australien setzt sich  &ndash; im Gegensatz zur deutschen Abteilung der Kinderschutzorganisation  &ndash; aus diesem Grund <a href="http://www.computerworld.com.au/article/330087/child_groups_slam_conroy_isp_filtering_plans">GEGEN</a> Internetsperren ein).</p>

<p>Ähnlich wie in Deutschland wehrt sich &bdquo;die Community&ldquo; mit kreativen Aktionen wie <a href="http://www.getup.org.au/campaign/SaveTheNet&amp;id=892">Petition</a> oder twitter-Stürmen (mit zum Teil abgedunkelten Avataren) unter den Tags <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23nocleanfeed">#nocleanfeed</a> und <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23openinternet">#openinternet</a> und organisiert ihren <a href="http://www.stopinternetcensorship.org/">Protest</a>.</p>

<p>Der AK Zensur wünscht den Sperrgegnern in Australien viel Erfolg bei ihrem Kampf gegen die Errichtung einer <a
href="http://www.theage.com.au/technology/technology-news/net-filters-thin-end-of-the-wedge-kirby-20091217-kyeu.html">Zensurinfrastruktur</a> und wird die Lage weiterhin genau beobachten.</p>
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    <title>Neue Webseite des AK Zensur</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://ak-zensur.de/2009/12/neue-website.html" />
    <id>tag:ak-zensur.de,2009://14.553</id>

    <published>2009-12-16T21:35:10Z</published>
    <updated>2009-12-16T23:28:38Z</updated>

    <summary>Der Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur hat sich im April 2009 gegründet. Die Verträge mit den fünf größten deutschen Internet-Providern waren gerade unterzeichnet und die Kampagne für das Gesetz zur Sperrung von Internetseiten warf ihre Schatten voraus. Seit diesen Tagen...</summary>
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        <name>AK Zensur</name>
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        <category term="In eigener Sache" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    <category term="akzensur" label="AK Zensur" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="blog" label="Blog" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="website" label="Website" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p>Der Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur hat sich im April 2009 gegründet. Die Verträge mit den fünf größten deutschen Internet-Providern waren gerade unterzeichnet und die Kampagne für das Gesetz zur Sperrung von Internetseiten warf ihre Schatten voraus.</p>
<p>Seit diesen Tagen im April hat sich viel getan! Wir haben Petitionen eröffnet, Vorträge gehalten, Interviews gegeben, wieder und wieder mit Politikern gesprochen, auf Veranstaltungen erklärt, warum das, was wir tun, wichtig ist - wir haben immer wieder neue Ansätze erprobt, uns gegen Zensur und Überwachung zu wehren.</p>
<p>Der Arbeitskreis hat sich verändert in den letzten Monaten. Die Bewegung ist gewachsen und diverser geworden. Die Themen, mit denen wir uns auseinandersetzen, haben sich verändert. Dem wollen wir nun mit einem veränderten Layout der Seite Rechnung tragen. <a href="http://ak-zensur.de/2009/10/interner-pluralismus.html">Das Blog rückt von jetzt an stärker in den Fokus</a>. Das bedeutet, dass einzelne Mitglieder des AK Zensur ihre thematischen Schwerpunkte in Texten präsentieren und zur Diskussion stellen. In Vorträgen oder Interviews ist es meist nicht möglich, alle Aspekte zu beleuchten - dafür wird in Zukunft Raum auf dieser Seite sein.</p>
<p>Das Blog-Team hat in den letzten Wochen dafür gesorgt, dass wir optimale Rahmenbedingungen haben, um uns inhaltlich entfalten zu können! Jetzt ist es an uns allen - Autoren, Kommentatoren und Lesern -, das Angebot zu nutzen und mit Leben zu erfüllen!</p>]]>
        
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    <title>Fax oder Facebook, das ist nicht die Frage</title>
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    <id>tag:ak-zensur.de,2009://14.543</id>

    <published>2009-11-24T21:19:17Z</published>
    <updated>2009-11-24T21:24:32Z</updated>

    <summary><![CDATA[Liebe Frau von der Leyen, bei Ihrer gestrigen Rede in Hannover war ich nicht vor Ort, aber wir&nbsp;digitalen Eingeborenen haben ja viele&nbsp;coole&nbsp;Quellen, aus denen wir uns&nbsp;über solche Events informieren können. Und da lese ich davon, dass Sie&nbsp;von „Livestreams&#8220; gesprochen haben,...]]></summary>
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        <name>Christian Woehrl</name>
        
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        <category term="Kommentar" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
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    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p>Liebe Frau von der Leyen,</p>
<p>bei Ihrer gestrigen Rede in <a class="ext" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Von-der-Leyen-fordert-neue-Wege-in-der-Diskussion-um-Internet-Sperren-867012.html">Hannover</a> war ich nicht vor Ort, aber wir&nbsp;digitalen Eingeborenen haben ja <a class="ext" href="http://t3n.de/news/netzpolitik-zensursula-ursula-leyen-blick-261148/">viele</a>&nbsp;<a class="ext" href="http://www.internet-law.de/2009/11/zensursula-is-back.html">coole</a>&nbsp;<a class="ext" href="http://www.netzpolitik.org/2009/zensursula-is-back/">Quellen</a>, aus denen wir uns&nbsp;über solche Events informieren können. Und da lese ich davon, dass Sie&nbsp;von „Livestreams&#8220; gesprochen haben, von „Foren und Blogs&#8220; und ganz&nbsp;allgemein von Ihrem Wunsch, „formal neue Wege&#8220; der Diskussion zu&nbsp;beschreiten. Aber wissen Sie was? An <em>formalen</em> Neuheiten sind wir&nbsp;überhaupt nicht interessiert. Vom Anfang der Sperrdiskussion an ging es&nbsp;uns um <em>Inhalte</em>; und Sie unterschätzen uns ganz massiv, wenn Sie&nbsp;glauben, uns auf neuen Kommunikationskanälen mit dem immer Gleichen&nbsp;abspeisen zu können.</p>
<p>Es ist uns völlig gleichgültig, ob Sie per Federkiel, Fax oder Facebook&nbsp;mit uns in Verbindung treten, solange Sie nur endlich begreifen, dass es&nbsp;in einer Diskussion unverzichtbar ist, dem Gegenüber zuzuhören und auf&nbsp;seine Argumente einzugehen. Und nicht nur der <a href="http://ak-zensur.de/">AK Zensur</a>, sondern&nbsp;praktisch jeder, der sich mit so was auskennt, <a class="ext" href="http://blog.odem.org/2009/10/bba-zensursula.html">versucht Ihnen&nbsp;begreiflich zu machen</a>, dass Sie im Kampf gegen Kinderpornografie nicht&nbsp;nur untaugliche Maßnahmen ergreifen, sondern mit der Schaffung einer&nbsp;Zensurinfrastruktur an den <a class="ext" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/">Fundamenten der Demokratie</a> sägen. Und&nbsp;sobald Sie dazu etwas wirklich Neues zu sagen haben, dürfen Sie das gern&nbsp;auch <a class="ext" href="http://blog.odem.org/2008/12/antwort-von-info.html">ausdrucken, einscannen und uns als E-Mail-Anhang schicken</a> ...</p>]]>
        
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