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    <title>Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur)</title>
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    <updated>2010-08-29T18:13:14Z</updated>
    <subtitle>Der AK Zensur wendet sich gegen Netz-Sperren und Internetzensur und gegen den schleichenden Aufbau einer dazu dienenden Infrastruktur.</subtitle>
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    <title>Kapitulationserklärung gegenüber Kinderschändern</title>
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    <published>2010-08-27T11:18:26Z</published>
    <updated>2010-08-29T18:13:14Z</updated>

    <summary>AK Zensur veröffentlicht BKA-Dokumente, die zeigen: das »Löschen« wurde bisher halbherzig durchgeführt, deswegen will BKA Sperren In der Diskussion um die Einführung von Netzsperren wird von Seiten des BKA immer wieder behauptet, dass das Entfernen der Inhalte nicht möglich sei...</summary>
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        <name>Alvar Freude</name>
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        <![CDATA[<h3>AK Zensur veröffentlicht BKA-Dokumente, die zeigen: das »Löschen« wurde bisher halbherzig durchgeführt, deswegen will BKA Sperren</h3>
<p><strong>I</strong><strong>n der Diskussion um die Einführung von Netzsperren wird von Seiten des BKA immer wieder behauptet, dass das Entfernen der Inhalte nicht möglich sei oder zu lange dauere. Erst hieß es, die Inhalte würden aus Bananenrepubliken verbreitet – erst als das Gegenteil nachgewiesen wurde, ließ man diese Behauptung fallen. Nun heißt es, die USA löschen zu langsam. Uns liegen jetzt Dokumente vor, die zeigen, was für aufmerksame Beobachter nicht zu übersehen ist: Die internationale Zusammenarbeit läuft schlecht, die Bemühungen zur Entfernung kinderpornografischer Inhalte waren bisher inkonsequent und unkoordiniert. Dennoch sagt das BKA auf Basis der bis dato gemachten Erfahrungen, Löschen funktioniere nicht gut genug – und betreibt weiterhin massive Lobbyarbeit für Access-Sperren und damit für die Anwendung des Zugangserschwerungsgesetzes</strong>.</p>
<p>Das Herumlavieren hat Methode: Noch am 13. August 2009 behauptete BKA-Präsident Jörg Ziercke, <a class="ext" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/BKA-Chef-Umgehen-von-Kinderporno-Sperren-ist-strafbar-752033.html">man könnte im Internet nicht gegen Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern („Kinderpornografie“) vorgehen</a>, weil diese über Bananenrepubliken und andere so genannte <a class="ext" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gescheiterter_Staat">failed states</a> verbreitet werden würden, und man habe da eben keine Möglichkeiten (vgl. <a class="ext" href="http://blog.odem.org/download/Ziercke20090813.mp3">MP3-Mitschnitt der Veranstaltung</a>). Dies war die Begründung, warum man denn unbedingt Sperren brauche.</p>
<p>Dabei war dem BKA schon damals bekannt, dass die überwiegende Mehrzahl einschlägiger Angebote auf anderen Sperrlisten aus den USA kommt sowie aus Staaten der EU: Am 9. Juni schrieb Regierungsdirektor Jürgen Maurer (seit Februar 2010 BKA-Vizepräsident) an die Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie des Deutschen Bundestages eine <a class="ext" href="http://blog.odem.org/2010/01/30/bka-antwort-spd-bulmahn.pdf">Zusammenstellung der Länder, aus denen die Inhalte verbreitet werden, die auf der dänischen Sperrliste stehen</a>.</p>]]>
        <![CDATA[<p>Ganz vorne mit 1148 Einträgen, <a href="http://ak-zensur.de/download/Karte-Sperrlisten--AU-FI-CH--A4.pdf">wie auch aus unseren Analysen bekannt</a>: die USA. Gefolgt von Deutschland mit 199 Einträgen.&nbsp;(Die dänische Sperrliste enthält übrigens noch heute Einträge aus Deutschland, aber dazu zu anderer Zeit mehr.)</p>
<p>In der Zwischenzeit ist diese Behauptung Zierckes nicht mehr haltbar, ja, sie ist schlicht grundsätzlich falsch. Die Analyse aller bekannten Sperrlisten zeigt: Keine Webseite kommt aus einem der Failed States. Keine einzige! Also musste eine neue Begründung her: Ja, die Mehrheit der einschlägigen Webseiten liege in den USA, aber das Löschen gehe eben nicht schnell genug – daher müsse man unbedingt auch sperren. Auch hier reibt man sich verwundert die Augen: die USA als Hort der Kinderpornografie und die unternehmen nichts dagegen?</p>
<h3>Neue BKA-Argumentation</h3>
<p>Am 6. Juli 2010 zeigten BKA-Mitarbeiter den Regierungsfraktionen in Berlin eine Präsentation, in der das BKA weiter für Sperren argumentiert und dazu eine äußerst wackelige Zahlenbasis zur Begründung heranzieht. <a href="http://ak-zensur.de/2010/08/27/bka-praesentation--wir-wollen-sperren.pdf">Die Präsentation liegt uns vor</a> (PDF, 1,1 MB).&nbsp;</p>
<p>Hauptbegründung ist im Wesentlichen: im Schnitt wurden zwischen Januar und Juni durchschnittlich nur 60 bis 70% der an ausländische Behörden gemeldeten Seiten innerhalb einer Woche nach Meldung entfernt, und das sei zu wenig. Daher bräuchte man bis zur Löschung auch die Möglichkeit des Sperrens.</p>
<p>Zusammen mit dem uns ebenfalls vorliegenden „<a class="ext" href="http://blog.odem.org/2010/08/harmonisierung.html">Harmonisierungspapier zum zukünftigen Umgang mit Hinweisen auf kinderpornografische Webseiten beim BKA, den deutschen Beschwerdestellen (eco e.V., FSM e.V., jugendschutz.net) sowie der BPjM</a>“ wird klar, warum die Lösch-Erfolge bisher äußerst mager sind: Zwar gibt es seit einigen Jahren eine Übereinkunft der Beschwerdestellen mit dem BKA, die Zusammenarbeit funktionierte aber nur sehr unzureichend. So war vereinbart, dass die Meldestellen in der Regel Meldungen mit kinderpornografischem Material dem BKA berichten. Dort, sowie im weiteren Verlauf, versauerten die Meldungen. Die Bemühungen beschränkten sich im besten Fall auf die Weiterleitung an Interpol.</p>
<p>Nun soll es also besser werden. Das ist auf jeden Fall zu begrüßen, kommt aber Jahre zu spät. Der Wunsch nach Sperren entpuppt sich insgesamt als Kapitulationserklärung gegenüber Kinderschändern, als Ruf nach mehr Kompetenzen und dem Wunsch, eine Internet-Kontrollinstanz einzuführen. Nebeneffekte werden von einigen Befürwortern in Kauf genommen oder sind bei anderen gar gewünscht.</p>
<p>Wenn man bedenkt, dass es Banken international gelingt, <a class="ext" href="http://www.cl.cam.ac.uk/%7Ernc1/takedown.pdf">Phishing-Sites regelmäßig innerhalb von Stunden vom Netz zu bekommen</a>, stellt man sich die Frage, warum deren Maßnahmen um so viel effizienter sind als die des BKA.</p>
<p>An diesem Punkt sollte man bedenken, dass das BKA bislang über wenig originäre Kompetenzen verfügt und das Zugangserschwerungsgesetz der Behörde neue, lang ersehnte Kompetenzen verschaffen würde. Man darf also auch vermuten, dass dies <a class="ext" href="http://www.internet-law.de/2010/02/warum-der-bka-prasident-weiterhin-fur-netzsperren-ist.html">ein Grund ist, warum sich das BKA so vehement für Access-Sperren einsetzt</a>.</p>
<h3>Wenn Sperr-Befürworter löschen sollen</h3>
<p>Den neuen Papieren zufolge gehen Meldungen in Zukunft nicht nur an Interpol, sondern auch an das National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC). Dieses trommelt aber selbst seit einiger Zeit dafür, dass Internet-Zugangsanbieter Netzsperren einführen sollen. Dazu bietet das NCMEC gleich die passende Sperrliste. Anstatt also die mehrheitlich in den USA ansässigen Hosting-Provider zu informieren, damit diese die Inhalte entfernen, verteilt eine US-Organisation Sperrlisten an Zugangsprovider in den USA, um die Inhalte notdürftig zu verstecken. Da verschlägt es einem die Sprache …</p>
<p>Es ist also nicht zu erwarten, dass die Lösch-Bestrebungen in Zukunft deutlich erfolgreicher sein werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In der BKA-Präsentation finden sich weitere Ungereimtheiten.</strong>&nbsp;</p>
<p>So behauptet der Autor auf Seite 2, wie „Normal-Nutzer“ einfach an Kinderpornografie kommen würden. Alle drei Punkte widersprechen jeglichen Erfahrungen:</p>
<ul>
<li>Man finde sie über „das Aufrufen von 'normaler' Pornografie“                        
<ul>
<li>Es sind nur extrem wenige Fälle bekannt, bei denen jemand beim Aufrufen „normaler“ Pornografie auf kinderpornografische Darstellungen gestoßen ist. Dieses Phänomen gibt es, lässt sich in der Praxis aber nicht als massenhaft auftretendes Problem belegen.</li>
</ul>
</li>
<li>Sie würden via „SPAM-E-Mails“ beworben                        
<ul>
<li>Auch dies ist nicht als allgemeines Phänomen bekannt. Der Autor dieser Zeilen kennt niemanden, der jemals eine Kinderporno-Spam-E-Mail erhalten hätte. In allen über 400.000 (vierhunderttausend) eigenen seit Februar erhaltenen Spams, konnte &nbsp;bei einer Suche nach einschlägigen naheliegenden oder weniger naheliegenden Wörtern sowie bei der Durchsicht von Bildern im Anhang keine einzige solche Kinderporno-Spam-Mail gefunden werden.</li>
<li>Wenn man bei einschlägigen Szene-Zirkeln seine Mail-Adresse offenbart, wird das anders sein, das hat aber nichts mehr mit einem „Normalnutzer“ zu tun.</li>
</ul>
</li>
<li>Auffindbarkeit bei „Recherche über gängige Suchmaschinen“                        
<ul>
<li>Dem widerspricht sowohl die wissenschaftliche Literatur als auch die praktische Erfahrung. Es ist nicht bekannt, dass man über gängige Suchmaschinen einfach entsprechendes Material finden kann.</li>
<li>Abgesehen davon reicht eine Meldung an den Suchmaschinenbetreiber, und die Seite wird nicht mehr gefunden. Eine Bekämpfung dieses Weges ist also trivial – sollte aber nicht eine tatsächliche Bekämpfung der Täter ersetzen.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>Die genannten Gegenargumente decken sich auch mit den Beobachtungen von Dr. Korinna Kuhnen, die das Thema „Kinderpornografie im Internet“ wissenschaftlich behandelt hat (Korinna Kuhnen:&nbsp;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3801720853?ie=UTF8&amp;tag=odemorg-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3801720853">Kinderpornographie und Internet</a>; Göttingen, 2007: Hogrefe Verlag).&nbsp;</p>
<blockquote>
<p>Fakt ist also: Es gibt Kinderpornographie im Internet. […]</p>
<p>Fakt ist aber auch: Wer Kinderpornographie ins Netz stellt oder über das Internet tauscht, gibt sich in aller Regel Mühe, nicht sofort vor x-beliebigen anderen Usern und erst recht vor etwaigen Ermittlern der Polizei entdeckt zu werden.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Seite 109</em></p>
<p>[Einschlägige Suchbegriffe] können in dieser Arbeit deshalb offen genannt werden, […] weil meine Recherche mittels dieser Terminologie zu keinem einzigen kinderpornographischen Bild führte. Zwar ergeben sich etliche Webseiten mit Nackt-, Posen- und „Look-Alike“-Darstellungen, von denen einige nach deutschen Servern nach den Jugendmedienschutzbestimmungen eventuell als „absolut unzulässig“ eingestuft würden, aber diese Bilder lagerten zumeist auf ausländischen Servern, waren im straftechtlichen Sinne nicht zu beanstanden und gehörten zu dem (noch) ganz legalen Markt von Kinderbildern im WWW […]</p>
<p style="text-align: right;"><em>Seite 114</em></p>
<p>[Es] lassen sich weder durch polizeiliche Ermittlungen noch durch wissenschaftlich motivierte Untersuchungen Belege dafür finden, dass sich die Existenz von Kinderpornographie „im Internet“ generell durch eine leichte Verfügbarkeit oder offene Präsenz auszeichnet.</p>
<p>[…]</p>
<p>Damit ist Kinderpornographie im Internet grundsätzlich nicht von einer offenen, sondern von einer versteckten Präsenz gekennzeichnet. Einer Präsenz, die aktiv aufgesucht werden muss und die mit einer „leichten Verfügbarkeit“ wenig zu tun hat.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Seite 132f.</em></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Generell muss man sich natürlich die Frage stellen, was man alles unter „Kinderpornografie“ fasst. Wenn man auch Anscheinsjugendpornografie mitzählt, sieht es anders aus – also bei Pornografie mit volljährigen Darstellern, die jung aussehen. Das ist aber etwas vollkommen anderes als die Bilder missbrauchter Kinder, die gerne Abgeordneten und Journalisten gezeigt werden, um sie gezielt von der Notwendigkeit von Sperren zu überzeugen.</p>
<p>Interessant ist die angeblich leichte Auffindbarkeit auch im Zusammenhang mit der nächsten Seite der BKA-Präsentation. Dort geht es um die Bearbeitung von Hinweisen zur Löschung und Strafverfolgung. Von den ca. 150 Hinweisen pro Monat ermittelt das BKA selber keinen einzigen, „in- und ausländische Polizeidienststellen“ gerade mal 22%. Hier kann man wieder Korinna Kuhnen zitieren:</p>
<blockquote>
<p>Da sich deutschlandweit immerhin über 40 Beamte regelmäßig – wenn auch nicht ausschließlich – mit der aktiven Suche nach Kinderpornographie in den diversen Diensten des Internets beschäftigen, sind meines Erachtens besonders deren Ergebnisse interessant, um die Frage danach zu beantworten, wie offensichtlich die Präsenz wirklich ist. Denn wenn der Zugang zu den einschlägigen Materialien für einen unkundigen Nutzer ein Leichtes wäre, müsste er es im gleichen Maße für diese Beamten sein. Schließlich gehen sie der Suche mittlerweile mit einem Erfahrungswissen von bis zu 12 Jahren nach.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Seite 119</em></p>
</blockquote>
<p>Kuhnen beschreibt auch, dass in der polizeilichen Praxis nur rund 10% der Anzeigen auf tatsächlich relevantes Material verweisen. Dies korreliert auch mit den Erfahrungen der einschlägigen Sperrlisten aus anderen Ländern: nur ein geringer Prozentsatz der dort verzeichneten Webseiten enthält tatsächlich Kinderpornografie.</p>
<h3>Das BKA will also: Sperren bis Löschung</h3>
<p>Auf Seite 11 der Präsentation schlägt das BKA als Lösungsmöglichkeit vor: „Sperren bis Löschung“. Die Forderung basiert zum einen darauf, dass das Löschen nicht schnell genug gehe – was aber wie wir oben sehen an der Arbeitsweise und nicht an der prinzipiellen Unmöglichkeit liegt. Die <a href="http://ak-zensur.de/2010/03/sperren-ueber-eu.html">Nebenwirkungen und Probleme beim „Sperren“</a> wurden dabei auch nicht bedacht. Zum anderen behauptet das BKA, es gebe „immense Zugriffszahlen“, ohne dies weiter zu belegen. Auch hier spricht jegliche Erfahrung gegen die angeblichen „immensen“ Zugriffszahlen. Und wie will das BKA die Zahlen überhaupt belegen? Dies ist nichts weiter als eine unbeweisbare Behauptung.</p>
<h3>Andere Länder</h3>
<p>Zudem leitet das BKA die Forderung nach Sperren mit Hinweis auf andere Länder ab, die dies bereits tun (Seite 15). Dabei entbehrt diese Aufzählung nicht einer gewissen Ironie:</p>
<ul>
<li>So wird Weißrussland, das man ruhigen Gewissens als Diktatur bezeichnen kann, als Vorbild dargestellt – dort wurden zur <a class="ext" href="http://opennet.net/research/profiles/belarus">Wahl 2006 selektiv Oppositions-Websites blockiert</a>, seit 2009 soll dies laut <a class="ext" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Weissrussland-fuehrt-Internet-Zensur-ein-892937.html">verschiedener</a> Medienberichte <a class="ext" href="http://www.sueddeutsche.de/digital/internet-zensur-in-weissrussland-netz-ohne-maschen-1.51705">regelmäßig geschehen</a>. Um die Bekämpfung des Kindesmissbrauchs geht es dabei nicht.</li>
<li>Laut BKA gibt es in Polen „konkrete Überlegungen“ zur Einführung von Netzsperren. Das ist falsch: <a class="ext" href="http://blogs.wsj.com/new-europe/2010/02/18/poland-abandons-internet-censorship-plans/">Diese gab es, aber sie wurden verhindert bzw. wieder eingestellt</a>.</li>
<li>In Italien gibt es tatsächlich Sperren – aber das BKA sagt nicht dazu, dass dort in der Zwischenzeit <a class="ext" href="https://scusiblog.org/?p=1825">vor allem Glücksspielwebsites blockiert</a> werden.</li>
<li>Auch in Dänemark gibt es Sperren – die Gerichte haben diese aber <a class="ext" href="http://www.taz.de/1/netz/artikel/1/gericht-verordnet-pirate-bay-sperre/">auf weitere Inhalte wie Urheberrechtsverletzungen ausgeweitet</a>. Auch eine <a class="ext" href="http://www.herdict.org/web/explore/detail/id/DK/8659/32767">Immobilienfirma in der Türkei wurde zeitweise blockiert</a>: wegen angeblicher Namensähnlichkeit mit einer dänischen.&nbsp;Das &nbsp;Beispiel Dänemark zeigt dabei eindrucksvoll, wie per Zivilrecht weitere Sperrungen hinzu kommen, ohne dass der Gesetzgeber eingreifen muss. Und dass dies von einigen Protagonisten auch so geplant ist, hat ein dänischer Lobbyist zugegeben: <a href="http://ak-zensur.de/2010/04/kinderpornos-grossartig.html">Gezielt werde der sexuelle Kindesmissbrauch angesprochen, da man damit Sperren etablieren kann</a> – um diese später für weitere Inhalte zu nutzen.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Einige andere Länder hat das BKA aber vergessen: die Türkei, China und die arabischen Länder. Tja …</p>
<h3>Was muss stattdessen passieren?</h3>
<p>Die Ermittlungsbehörden müssen schnell handeln und es müssen Wege gefunden werden, die Hosting-Provider umgehend und direkt zu kontaktieren. Dazu ist natürlich eine bessere internationale Koordination nötig, aber auch bessere und kompetentere technische Zusammenarbeit. Alle paar Wochen mal eine Excel-Datei auszutauschen mag zwar vor 15 Jahren der passende Weg gewesen sein, ist es aber heute nicht mehr. Eine Behörde, die etwas so Aufwendiges wie einen Bundestrojaner („Remote Forensic Software“) entwickeln will, schafft es technisch nicht, ein paar Webseiten automatisiert zu überwachen und Daten schnell auszutauschen? Das ist unglaubwürdig.</p>
<p>Dass das Löschen schnell geht, zeigen <a class="ext" href="http://ak-zensur.de/2009/05/loeschen-funktioniert.html">das Experiment vom Mai 2009</a> und eine <a class="ext" href="http://www.cl.cam.ac.uk/%7Ernc1/takedown.pdf">Studie der Universität Cambridge</a>, nach der Banken es im Schnitt innerhalb von vier bis acht Stunden schaffen, Betrugswebseiten zu löschen.</p>
<p>Gleichzeitig muss die Statistik um die Art der Bilder erweitert werden. Denn nur wenn klar ist, um welche Inhalte es sich konkret handelt, kann man die Erfolge bewerten.</p>
<p>Und natürlich <a href="http://ak-zensur.de/2010/08/vorgegaukelt.html">muss der Strafverfolgung wie hier beschrieben eine hohe Priorität zugewiesen werden</a>, nicht dem Verstecken der Inhalte. Der Erfolg im Kampf gegen Kindesmissbrauch und dessen Darstellung im Internet kann nur gewonnen werden, wenn die Täter (Ersteller und Verbreiter des Materials) mit Nachdruck verfolgt werden – das künstliche Aufbauschen von Konsumentenzahlen ist dabei nicht hilfreich. &nbsp;</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Das BKA hat ohne jede statistische Grundlage, ohne jede Erfolgskontrolle und ohne jegliche international koordinierte Löschbemühungen im letzten Jahr behauptet, „Sperren“ seien unbedingt notwendig. Die Begründungen damals waren die angeblichen Bananenrepubliken als Herkunftsländer. Nun stellt sich heraus, dass die USA das Herkunftsland Nummer eins ist. Wenn das BKA jetzt praktisch nach gerade mal einem halben Jahr und halbgaren Löschbemühungen meint, „Sperren“ sei unbedingt notwendig, weil Löschen in den USA und Staaten der EU nicht (schnell genug) funktioniere, dann ist das schlicht unglaubwürdig und sachlich falsch. Da kann man nur hoffen, dass das BKA bei komplizierten Ermittlungen hartnäckiger und engagierter ist und nicht bereits nach einem halben Jahr sagt: „Wir konnten nichts erreichen!“</p>
<p>Die BKA-Papiere zeigen, dass es noch Optimierungsbedarf gibt. Wir werden sehen, ob das BKA von selbst diese umsetzt oder ob sie erst durch öffentlichen Druck dazu gezwungen werden müssen. Ob das Meldestellen-Netzwerk INHOPE <a href="http://ak-zensur.de/2010/08/vorgegaukelt.html">wirklich effizienter arbeitet</a>, <a class="ext" href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EC19355F174A14D88AFC2343584604588~ATpl~Ecommon~Scontent.html">ist derzeit zumindest fraglich</a>, das BKA ist also weiterhin in der Pflicht.</p>
<p><strong>Löschen funktioniert – wenn es sich tatsächlich um Bilder handelt, die den realen Kindesmissbrauch zeigen. Bei anderen Inhalten ist dies nicht so einfach. Aber es geht doch nur um die Kinder, oder?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><a href="http://ak-zensur.de/2010/08/27/bka-praesentation--wir-wollen-sperren.pdf">BKA-Präsentation vor Mitgliedern der Regierungsfraktionen in Berlin</a></li>
<li><a class="ext" href="http://blog.odem.org/2010/08/harmonisierung.html">Text vom »Harmonisierungspapier«</a></li>
</ul>
<p style="text-align: left;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><small><em>(stilistische Updates und kleinere inhaltliche Ergänzungen, 29. August)</em></small></p>]]>
    </content>
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    <title>Nur vorgegaukelt!</title>
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    <published>2010-08-20T08:26:42Z</published>
    <updated>2010-08-20T11:58:56Z</updated>

    <summary><![CDATA[Ein Kommentar von Kilian Laurenz. Die &nbsp;Frankfurter Allgemeine (Sonntags-) Zeitung hat in ihrer Ausgabe vom 15. August die These aufgestellt, Erfolge der Providerhotline INHOPE beim Löschen kinderpornographischer Inhalte im Netz seien „meist nur vorgegaukelt“. Das wäre natürlich spektakulär: Der Providerverband...]]></summary>
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        <name>Kilian Laurenz</name>
        
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        <![CDATA[<p><strong>Ein Kommentar von <em>Kilian Laurenz.</em></strong></p>
<p>Die &nbsp;Frankfurter Allgemeine (Sonntags-) Zeitung hat in ihrer Ausgabe vom 15. August die These aufgestellt, Erfolge der Providerhotline INHOPE beim Löschen kinderpornographischer Inhalte im Netz seien „<a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EC19355F174A14D88AFC2343584604588~ATpl~Ecommon~Scontent.html">meist nur vorgegaukelt</a>“.</p>
<p>Das wäre natürlich spektakulär: Der Providerverband eco hätte als nationale Mitgliedsorganisation von INHOPE Erfolge bejubelt, die es gar nicht gab. So ist der Tenor des besagten Artikels von Stefan Tomik. Spiegel Online griff die Story (nach der qualitätsjournalistisch üblichen Gegenrecherche?) <a class="ext" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,711932,00.html">eilig auf</a>. Ebenso natürlich die <a class="ext" href="http://www.cducsu.de/Titel__bei_der_bekaempfung_von_kinderpornographie_im_internet_auf_mehrgleisigkeit_setzen/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__16411/Inhalte.aspx">Unbelehrbaren in der Politik</a>.</p>]]>
        <![CDATA[<p>Diese phantastische Erzählung hat – und das trat schnell zutage – den Nachteil, dass sie, um im Sprachgebrauch zu bleiben, „nur vorgegaukelt“ war. Wie bei&nbsp;<a class="ext" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Provider-Loeschen-statt-Sperren-funktioniert-1060092.html">Heise</a>,&nbsp;<a class="ext" href="http://www.netzpolitik.org/2010/eco-reagiert-auf-inhope-kritische-artikel/">Netzpolitik</a>&nbsp;und natürlich auch&nbsp;<a class="ext" href="http://www.eco.de/verband/202_8112.htm">bei eco selbst</a>&nbsp;nachzulesen, ist die Geschichte vergleichsweise simpel: Im Juli 2009 (!) hatte der eco aus Anlass der politischen Diskussion um Netzsperren die Arbeit von INHOPE hinterfragt und überprüft. Bei dieser Untersuchung stellte sich – nicht verwunderlich – heraus, dass das Löschen entsprechender Inhalte immer dann problematisch war, wenn über INHOPE nicht die Hostprovider im betreffenden Staat direkt kontaktiert wurden, sondern&nbsp;<a class="ext" href="http://ak-zensur.de/2009/06/bka-dienstweg.html">der Dienstweg über die lokale Polizei</a>&nbsp;eingeschlagen wurde.</p>
<p>Inzwischen arbeitet INHOPE – genauso wie seit diesem Jahr auch das BKA – daran, die Abläufe beim Löschen entsprechender Seiten zu verbessern. Und so schafft das BKA jetzt das Löschen entsprechender Seiten auch&nbsp;<a class="ext" href="http://www.netzpolitik.org/2010/da-schau-an-bka-kann-doch-loschen/">besser als zuvor</a>.</p>
<p>Damit bricht die vermeintliche Story der <del>FAZ</del> <ins>FAS</ins> natürlich endgültig in sich zusammen. Wenn sogar das BKA in der Lage &nbsp;ist, Fortschritte zu erzielen, so dürfte es nicht mehr darauf ankommen, ob eco/INHOPE im Juli letzten Jahres Probleme entdeckt hatte – zumal, wenn diese &nbsp;zwischenzeitlich behoben wurden.</p>
<p>Was man sich jedoch aus Anlass des sonst recht fruchtlosen Streits um Erfolgsstatistiken noch einmal vergegenwärtigen kann ist:</p>
<ul>
<li>Das Zugangserschwerungsgesetz wurde erlassen ohne jeden empirischen Nachweis einer Notwendigkeit oder seiner Wirksamkeit und ohne jede Überprüfung der Faktenlage. Die momentane „Evaluierungsphase“ dient dazu, wenigstens nachträglich zu prüfen, warum und wofür man überhaupt ein solches Gesetz gemacht hat. Diese Evaluierungsphase ist aber nicht geeignet, die Wirksamkeit von "Sperren" darzulegen.</li>
<li>Schon während der Evaluierungsphase ergibt sich Verbesserungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der Zusammenarbeit zwischen und mit den Polizeibehörden. Es zeigt sich, dass jahrelanger polizeibehördlicher Müßiggang jetzt offenbar im Hauruckverfahren korrigiert werden muss.</li>
<li>Und dabei fällt ganz unangenehm auf: Fehler lassen sich wohl in der &nbsp;Politik noch schwerer zugeben, als schon im normalen zwischenmenschlichen Bereich. Die Befürworter von Netzsperren im Kampf &nbsp;gegen Kinderpornographie hätten es sonst nicht nötig,&nbsp;<strong>einen vermeintlichen Misserfolg</strong>&nbsp;beim Löschen kinderpornographischer Inhalte&nbsp;<strong>mit diebischer Schadenfreude zu kommentieren</strong>. Ginge es „nur“ um den Kampf gegen Kinderpornographie, dann dürfte man ein ergebnisoffenes und konstruktives Engagement erwarten.</li>
</ul>
<p>Letztlich aber zeigt sich auch: Die&nbsp;<a class="ext" href="http://carta.info/32509/weder-loeschen-noch-sperren/">ausschließliche Alternativität „Löschen oder Sperren“</a>&nbsp;gibt es in dieser Form nicht. Was von Sperrbefürwortern gegen das Löschen ins Feld geführt wird, ist doch:</p>
<ul>
<li>Die Hostprovider sollten nicht sofort und direkt durch das BKA zum Löschen aufgefordert werden, weil das polizeiliche Ermittlungen &nbsp;behindern könnte. Ja, aber das ist bekanntlich beim Sperren auch der Fall.</li>
<li>Löschen braucht eine gewisse Zeit. Ja, aber wer die Täter nicht durch Netzsperren vorwarnen will, muss ja auch erst der Polizei im Ausland einen zeitlichen Vorsprung einräumen, damit diese &nbsp;Ermittlungsansätze prüfen und Beweise sichern kann.</li>
<li>Durch das „Löschen“ verschwinden die Bilder nicht vollständig aus dem Netz; Kopien können an anderen Orten wieder auftauchen. Das ist aber erst recht bei „Sperren“ der Fall, denn dort wird die gefundene Kopie schon nicht aus dieser Stelle des Netzes beseitigt.</li>
</ul>
<p>Was sich zeigt ist, dass der wahre Gegensatz zwischen der Strafverfolgung der Täter versus „Löschen" oder "Sperren“ verläuft. Mit „Löschen" oder "Sperren“ ist für die Zukunft wenig gewonnen – aber das Löschen ist zumindest zielgerichtet und effektiv. Was aber mit der Dauer der politischen Auseinandersetzung immer klarer wird: In der Zusammenarbeit der nationalen &nbsp;Polizeibehörden mit- und untereinander gibt es keinen mit strafrechtlichen Mitteln geführten „Kampf gegen Kinderpornographie im Internet" – der wird uns mit einer Scheindebatte nur vorgegaukelt. Oberstes Ziel muss daher die Strafverfolgung sein, kombiniert mit dem Entfernen der Inhalte. Nur so lässt sich nachhaltig Kriminalität bekämpfen und kann der Schutz der Kinder voran getrieben werden.</p>
<p>&nbsp;</p>]]>
    </content>
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    <title>Kurzinfo zur Verfassungsbeschwerde</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://ak-zensur.de/2010/08/kurzinfo-zur-verfassungsbeschwerde.html" />
    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.697</id>

    <published>2010-08-17T05:58:45Z</published>
    <updated>2010-08-17T06:28:46Z</updated>

    <summary>In den letzten Tagen kamen an verschiedenen Stellen wieder Fragen auf, ob denn gegen das Zugangserschwerungsgesetz eine Verfassungsbeschwerde vorbereitet werde. Im Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur (AK Zensur) engagieren sich auch ungefähr ein Dutzend Juristen (Rechtsanwälte, Justiziare, Referendare, Studenten), die...</summary>
    <author>
        <name>Dominik Boecker</name>
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    </author>
    
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    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p>In den letzten Tagen kamen an verschiedenen Stellen wieder Fragen auf, ob denn gegen das Zugangserschwerungsgesetz eine Verfassungsbeschwerde vorbereitet werde.</p>
<p>Im Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur (AK Zensur) engagieren sich auch ungefähr ein Dutzend Juristen (Rechtsanwälte, Justiziare, Referendare, Studenten), die für das Projekt eine geschlossene Mailingliste betreiben, auf der sie sich zu dem Projekt Verfassungsbeschwerde austauschen sowie Lösungen, Konzepte und juristische Strategien erarbeiten.</p>
<p>Es gibt bislang aber noch keine konkreten Entwürfe, sondern lediglich einen vorläufigen Zeitplan: Das Zugangserschwerungsgesetz trat nach Verkündung im Bundesgesetzblatt am&nbsp;23. Februar 2010 in Kraft. Nach § 93 Abs. 3 Bundesverfassungserichtsgesetz muß innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten die Verfassungsbeschwerde erhoben werden. Diese Frist werden wir wahren.</p>
<p>Da momentan Urlaubszeit ist, werden erste Diskussionsentwürfe erst im September geschrieben werden. Anfang des vierten Quartales wird dann die Detailarbeit an der Beschwerde stattfinden, um diese danach jederzeit einreichen zu können.</p>
<p>Wir, der AK Zensur, werden rechtzeitig den Kontakt mit weiteren Mitstreitern suchen und an dieser Stelle weiterführende Informationen zu der Verfassungsbeschwerde veröffentlichen. Die Planungen und Überlegungen zur Einreichung einer Verfassungsbeschwerde&nbsp;gegen das Zugangserschwerungsgesetz&nbsp;bedeutet aber keinesfalls, dass wir die politische und journalistische Arbeit oder unser anderweitiges Engagement gegen das Gesetz einstellen.</p>]]>
        
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    <title>Medienpädagogik ist Pflicht: Der JMStV und die Gartenzwerge</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://ak-zensur.de/2010/08/gartenzwerge.html" />
    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.692</id>

    <published>2010-08-12T10:59:46Z</published>
    <updated>2010-08-12T11:00:37Z</updated>

    <summary>Ein Kommentar zum Interview mit Martin Stadelmaier über den JMStV Meinen Kommentar schreibe ich aus medienpädagogischer Sicht, Grundsätzliche Kritik wurde bereits von Alvar Freude geschrieben. Herr Stadelmaier sagt, dass der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) Kinder und Jugendliche schützt. Das leistet der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag...</summary>
    <author>
        <name>Jürgen Ertelt</name>
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        <category term="Jugendschutz" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
        <category term="Kommentar" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
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    <category term="stadelmaier" label="Stadelmaier" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p><strong>Ein Kommentar zum <a class="ext" href="http://www.vorwaerts.de/artikel/mutiger-schritt-der-geteilten-verantwortung">Interview mit Martin Stadelmaier</a> über den JMStV</strong></p>
<p>Meinen Kommentar schreibe ich aus medienpädagogischer Sicht, <a class="ext" href="http://blog.odem.org/2010/07/vorwaerts-jmstv.html">Grundsätzliche Kritik</a> wurde bereits von Alvar Freude geschrieben.</p>
<p>Herr Stadelmaier sagt, dass der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) Kinder und Jugendliche schützt. Das leistet der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag per se nicht. Nur eine Anwendung von Maßnahmen, die Jugendschutz als konzertierte Aktion mit qualifizierender Information, offenem Dialog mit den Betreffenden und nachhaltiger Begleitung realisiert, kann dem Auftrag „Jugend zu schützen“ im Sinne von Sozialisation gerecht werden.</p>]]>
        <![CDATA[<p>Beim geplanten JMStV ist die Rolle des Nutzer und des Nutzens undurchsichtig und bedenklich. Das gepriesene „nutzerautonome System“ soll, intransparent für die eigentlichen Nutzer – nämlich Jugendliche – durch die Nicht-Nutzer Eltern installiert und verantwortet werden. Das gibt die Frage nach der Qualifizierung der in der Verantwortung allein gelassenen Eltern auf und führt zu der&nbsp;<a class="ext" href="http://ak-zensur.de/jmstv/">bestätigten Befürchtung</a>, dass die nicht kommerziellen Inhalte-Anbieter ebenso überfordert werden. Dazwischen werden Jugendliche in ihrer Lebenswirklichkeit zerrieben. Nutznießer sind allein kommerzielle Anbieter, die durch vermeintlich gegebene Rechtssicherheit durch den JMStV, ihre Geschäftsmodelle undiskutiert via FSM-Tool ohne Nachhaltigkeit markieren und von unliebsamer Konkurrenz verschont, vermarkten können. Das nutzt den Lobbyisten der Content-Industrie, aber nicht den Jugendlichen in ihrer Entwicklung.</p>
<p>Wir brauchen keine „positive Diskussion“, die Versäumnisse des Staates und der Länder hinsichtlich der bisher unzulänglichen Auseinandersetzung des Medien- und Kulturwandels im Umbruch der Gesellschaft kaschiert. Hier reichen keine Sensibilisierung-Kampagnen oder ein Ausbau von Jugendschutz.net zur Kommunikationsagentur. Notwendig ist eine verbriefte Bildungsoffensive zur digitalen Gesellschaft, die ethische Fragen mit Kompetenz stärkenden Angeboten beantwortet. Es fehlt die untrennbare Aufnahme von Medienpädagogik als Pflichtveranstaltung im JMStV. Eltern in Verantwortung zu nehmen verlangt, sie vorzubereiten und qualifiziert zu begleiten. Jugendliche kompetent zu schützen, verlangt einen permanenten Diskurs über Bildungschancen im Abgleich mit Realitäten in Zeiten globaler Netzkommunikation.</p>
<p>Der Verweis von Herrn Stadelmaier auf das medienpädagogische Engagement in Rheinland Pfalz kann nicht befriedigen. Tatsächlich agiert RLP beispielhaft, allerdings sind quantitative Ausstattungsmerkmale kein Garant für einen Medienkompetenz-Durchsatz. Andere Bundesländer, für die nun ja auch der JMStV gilt, sind hier äußerst inaktiv weil keine gesetzliche Verpflichtung zur medienpädagogischen Intervention besteht. Allein dieser Fakt zeigt die Notwendigkeit, die Ratifizierung des JMStV auszusetzen um politische Ergebnisse u.a. aus der Runde der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.bundestag.de/internetenquete/">Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft</a>und des vom&nbsp;<a class="ext" href="http://www.bmfsfj.de/">Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend</a>&nbsp;initiierten „Forum Internet“ in eine taugliche Novellierung einfließen zu lassen.</p>
<p>Technik kann Erziehung nicht ersetzen. Wir müssen Chancen versus vermeintlichen Schutz diskutieren – ein&nbsp;<a class="ext" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/abschied_vom_paedagogischen_schonraum_1.5475963.html">walled garden</a>&nbsp;bewahrt Gartenzwerge.</p>
<p style="text-align: right;"><em><small>(Dieser Kommentar <a class="ext" href="http://www.vorwaerts.de/artikel/mutiger-schritt-der-geteilten-verantwortung#comment-6982">erschien auch schon direkt beim angesprochenen Interview</a>)</small></em></p>]]>
    </content>
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    <title>Pro-Ana und die Auflösung zu Joshi</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://ak-zensur.de/2010/07/proana.html" />
    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.680</id>

    <published>2010-07-11T12:04:17Z</published>
    <updated>2010-07-11T16:54:02Z</updated>

    <summary>Einige Zeit ist es nun her, dass wir zur Alterseinstufung der Bilder von Joshi aufgerufen haben. Verzeihung, aus verschiedenen Gründen hat die Auflösung lange gedauert – aber hier ist sie: die richtige Alterseinstufung wäre ab 18 Jahren. Details dazu wie...</summary>
    <author>
        <name>Alvar Freude</name>
        <uri>http://alvar.a-blast.org/</uri>
    </author>
    
        <category term="JMStV-Kennzeichnung" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    <category term="alterseinstufung" label="Alterseinstufung" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
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    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p>Einige Zeit ist es nun her, dass wir zur <a href="http://ak-zensur.de/2010/06/joshi-jugendfrei.html">Alterseinstufung der Bilder von Joshi</a> aufgerufen haben. Verzeihung, aus verschiedenen Gründen hat die Auflösung lange gedauert – aber hier ist sie: die richtige Alterseinstufung wäre <em>ab 18 Jahren.</em> Details dazu wie immer unten.</p>
<p>In der nächsten Runde schauen wir einen Artikel mit der Überschrift&nbsp;<a class="ext" title="Wochenende" href="http://proanacinderella0150.over-blog.de/article-wochenende-47130719.html">Wochenende</a>&nbsp;in dem Blog eines vermutlich magersüchtigen Mädchens an.</p>]]>
        <![CDATA[<p>In ihrem <a class="ext" href="http://proanacinderella0150.over-blog.de/">Blog&nbsp;Pro Ana by Cinderella0150</a> beschreibt die Autorin ihren Weg zum „schlank“ werden. <a class="ext" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pro-Ana">Pro-Ana und Pro-Mia</a> sind bei einigen Jugendlichen (vor allem Mädchen) verbreitete psychische Krankheiten. Im hier zur Einstufung stehenden Text beschreibt ein Mädchen kurz ein Wochenende mit „üppigem“ Essen mit ihren Eltern am Samstag. Und der Sonntag:</p>
<blockquote style="margin-left: 0.5em;">
<p>Heute hat alles super geklappt:<br />1/4 Brötchen (trocken)<br />1/2 Breze (fast schon zu hart)<br />1 Glas Cola Light<br />1 Tasse Tee</p>
<p>hoffentlich hab ich morgen wieder weniger als heute.</p>
</blockquote>
<p>Die Frage ist nun: in welche Altersstufe ist <a class="ext" href="http://proanacinderella0150.over-blog.de/article-wochenende-47130719-comments.html">der Text</a> einzustufen? Im Kasten rechts könnt Ihr abstimmen, die Auflösung kommt in ein paar Tagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Auflösung „Die Leiden des Joshi“</h3>
<p>Und nun noch die Begründung zur <a class="ext" href="http://ak-zensur.de/2010/06/joshi-jugendfrei.html">letzten Runde</a>, der Einstufung der Bilder-Seite des Tierheimes Sinsheim mit <a class="ext" href="http://tierheim-sinsheim.de/html/sub1/Bilder%20von%20Joshi.htm">Bildern des gequälten Hundes Joshi</a>:</p>
<blockquote>
<p>„Joshi ! Der Täter ist ermittelt!!!“ heißt es mittlerweile auf der Webseite des Tierheims Sinsheim. Von der Startseite aus gelangt man mit einem Klick auf's „Joshi“- Bild auf eine Seite mit weiteren Fotos und Presseberichten zu einer „Mahnwachen„-Aktion. Ganz am Ende der lang zu scrollenden Seite kommt der Hinweis „Nachfolgende Bilder sollten nicht von Kindern angeschaut werden!!!!!!“ und einem Link zur zu bewertenden Bilder-Seite.</p>
<p>Nochmal zur Erinnerung: Es geht um einen Hund, nicht um einen Menschen. Aber, Menschen werden (zurecht) engagiert und vehement für ihre Tierquälerei angeklagt. Einige Formulierungen lassen Gedanken an drohende Lynch-Justiz aufkommen …</p>
<p>Zurück zur Bewertung:</p>
<p><strong>Ich würde die Bilder-Seite mit „ab 18 Jahren“ nach JMStV einstufen.</strong></p>
<p><strong>Begründung:</strong> Die Seite ist Teil einer selbstgebauten Webseite mit verquerten frame-Verlinkungen und alleinstehenden Seiten, die teilweise in Popups oder zu neuen Fenstern adressiert sind. Die „Joshi“ Bilder-Seite ist (auch via Suchmaschinen) direkt erreichbar und enthält keine Hinweise auf den Kontext der „Schockbilder“. Es ist keine Rückverlinkung zum Tierheim Sinsheim und somit auch keine direkte Erreichbarkeit für Kontaktaufnahmen gegeben. So steht diese Seite im direkten Vergleich zu z.T. indizierten Seiten, deren Inhalt einzig auf eine Schockwirkung abzielen. Eine Entwicklungsbeeinträchtigung – auch für empfindsame unter 18 jährige Jugendliche – ist nicht auszuschließen.</p>
<p><strong>Hinweis:</strong> Gerade selbstgebaute (meist private) Webseiten laufen Gefahr aufgrund fehlender oder eindeutiger Benutzerführung für ihren in einzelnen HTML-Zeilen gehalten Inhalt jugendgefährdend bzw. ungenügend gekennzeichnet zu sein.</p>
<p>Jürgen @Ertelt&nbsp;<a class="ext" href="http://tweed.me/">http://tweed.me/</a></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch dieses Beispiel zeigt, dass ganz eigentlich harmlose Seiten wie die vom <a class="ext" href="http://tierheim-sinsheim.de/">Tierheim Sinsheim</a>&nbsp;vom JMStV betroffen sind. Natürlich kann man sich die Frage stellen, ob es notwendig war, diese Bilder zu veröffentlichen – aber dann sollte man diese Frage auch gleich beantworten: Ja, ich denke dass es notwendig war. Ohne die Bilder, hätte sich nicht eine breite Protestbewegung gebildet, es hätte nur wenige Menschen wachgerüttelt und vielleicht wäre der Tierhalter ungeschoren davongekommen. Nur durch die Bilder und deren Wirkung war das Thema für die Öffentlichkeit und die Medien interessant. Ein missbrauchter Hund interessiert niemanden.</p>
<p>Aber das Tierheim Sinsheim wäre sicherlich kaum in der Lage gewesen, die vom Jugendmedienschutz-Staatsvertrag geforderten Zugangshürden zu implementieren: Altersverifikation, Sendezeitbegrenzung oder Kennzeichnung der Inhalte.</p>
<p>Bleiben nur zwei Möglichkeiten: die Bilder nicht zeigen (mit den oben dargestellten Folgen) oder den JMStV einfach ignorieren …</p>]]>
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Die Leiden des Joshi – Jugendfrei?</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://ak-zensur.de/2010/06/joshi-jugendfrei.html" />
    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.668</id>

    <published>2010-06-13T17:23:40Z</published>
    <updated>2010-07-11T16:52:20Z</updated>

    <summary>Beim letzten mal fragten wir danach, wie wohl die Alterseinstufung für Blackjack und Nutten aussehen müsste: ab 18 Jahre. Die Begründung dazu folgt unten. Heute legen wir Euch eine Seite vom Tierheim Sinsheim zur Bewertung vor, und zwar mit Bildern...</summary>
    <author>
        <name>Alvar Freude</name>
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    </author>
    
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    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p>Beim letzten mal fragten wir danach, wie wohl die <a href="http://ak-zensur.de/2010/06/blackjack-nutten.html">Alterseinstufung für Blackjack und Nutten</a> aussehen müsste: ab 18 Jahre. Die Begründung dazu folgt unten.</p>
<p>Heute legen wir Euch eine Seite vom <a class="ext" href="http://tierheim-sinsheim.de/">Tierheim Sinsheim</a> zur Bewertung vor, und zwar mit <a class="ext" href="http://tierheim-sinsheim.de/html/sub1/Bilder%20von%20Joshi.htm">Bildern von Joshi</a>.</p>]]>
        <![CDATA[<p>Ende April wurde in Zuzenhausen bei Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) ein vor Schmerzen jaulender Hund aufgefunden. Das Tierheim Sinsheim nahm sich des Hundes an, nannte ihn Joshi. Das Fell war verfilzt und verkotet, die Krallen so lang, dass der Hund nicht mehr aufstehen konnte. Er hatte große Wunden und einen gebrochenen Schwanz. In Narkose wurde er geschoren – dabei kamen hunderte Maden aus einer alten Wunde zum Vorschein. Er wurde quasi von innen aufgefressen.  Das Tierheim Sinsheim hat <a class="ext" href="http://tierheim-sinsheim.de/html/sub1/Joshi.htm">den Fall dokumentiert</a> und <a class="ext" href="http://tierheim-sinsheim.de/html/sub1/Bilder%20von%20Joshi.htm">Bilder des Hundes ins Netz gestellt</a>.</p>
<p>Wir fragen: in welche Altersstufe müsste die Bilderseite eingestuft werden?</p>
<p><a class="ext" href="http://tierheim-sinsheim.de/html/sub1/Bilder%20von%20Joshi.htm">http://tierheim-sinsheim.de/html/sub1/Bilder%20von%20Joshi.htm</a></p>
<p>Und <a href="http://ak-zensur.de/2010/07/proana.html">hier ist die Auflösung</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Auflösung für Blackjack und Nutten</h3>
<p><a href="http://ak-zensur.de/2010/06/blackjack-nutten.html">Beim letzten mal fragten wir danach</a>, mit welcher Altersstufe denn die <a class="ext" href="http://www.facebook.com/pages/Black-Jack-und-Nutten/286600112297">Blackjack und Nutten Fanseite bei Facebook</a> eingestuft werden müsste. Hier ist die Lösung:</p>
<blockquote>
<p>„Blackjack und Nutten“ erschließt sich im hintergründigen Humor nur Insidern; die Inhalte sind oberflächlich betrachtet pubertäre Witzeleien. Das besondere an dem zu bewertenden Angebot ist, dass dieses als „Gruppe“ im nicht Alter beschränkten Netzwerk des social-media-Providers facebook stattfindet. facebook ist ein US-amerikanisches Unternehmen, es gibt keinen Firmen-Gerichtsstand in Deutschland oder in einem anderen EU-Land. Die Gruppe in diesem social network wurde von einem privaten Nutzer inhaltlich angelegt, Facebook bietet hierzu – wie auch viele deutsche Unternehmen z.B. die VZ-Gruppe – die Kommunikation-Architektur. Facebook ist nicht der Selbstregulierung seitens der FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia) angeschlossen.</p>
<p><strong>Bewertung:</strong></p>
Aufgrund der unsicheren Rechts- und Bewertungsgrundlage würde ich mit Blick auf nicht auszuschließende Entwicklungsbeeinträchtigungen nach JMStV die Seite mit „ab 18 Jahre“ kennzeichnen. Eine entsprechende Möglichkeit der Einbindung eines Labels sehe ich allerdings nicht.
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Begründung:</strong><br /> Die Interaktion in der Gruppe vollzieht sich über Pinwand-Einträge, die von einzelnen Nutzern auf Grundlage der AGBs von facebook selbst verantwortet werden. Die Gruppe "Blackjack und Nutten" listet die Einträge und fügt sie auch dem persönlichen  newsstream eines sich dort eingruppierten facebook-Mitglieds zu. Es gibt keine redaktionelle Bearbeitung, alle Beiträge sind sofort sichtbar. Der Gruppen-Gründer ist nicht zwingend erreichbar und auch nicht notwendigerweise Inhalt gestaltend aktiv. Es ist nicht auszuschließen, dass das offenen Pinwand-Angebot für Inhalte genutzt wird, die mehr als halbseidener oder schlüpfriger Art sind und damit Entwicklung beeinträchtigend wirken können. Facebook nimmt darauf aktiv keinen Einfluss, der Gruppen-Gründer moderiert nicht. Letztlich ist kein verantwortlicher „Webseiten“-Anbieter auszumachen, jeder veröffentlichende einzelne Teilnehmer der Gruppe müsste sich den Anforderungen des JMStV unterwerfen.</p>
<p>Die Konstrukteure des JMStV haben offensichtlich für diese Web2.0-Strukturen keine Überlegungen angestrengt, die den Anforderungen aktueller Internet-Kommunikation gerecht werden können.</p>
<p>Jürgen @Ertelt <a class="ext" href="http://tweed.me/">http://tweed.me/</a></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>]]>
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>„Ungeeignete Maßnahmen zum Jugendschutz im Internet“</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://ak-zensur.de/2010/06/jmstv-unterzeichnung.html" />
    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.667</id>

    <published>2010-06-10T12:54:12Z</published>
    <updated>2010-06-10T15:33:47Z</updated>

    <summary><![CDATA[Zur Unterzeichnung&nbsp;des&nbsp;14. Rundfunkänderungsstaatsvertrags&nbsp;und der Änderungen am Jugendmedienschutz-Staatsvertrags durch die Ministerpräsidenten der Länder und&nbsp;zur&nbsp;Pressemeldung von Kurt Beck am 10. Juni 2010 erklärt der Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur:...]]></summary>
    <author>
        <name>Alvar Freude</name>
        <uri>http://alvar.a-blast.org/</uri>
    </author>
    
        <category term="Pressemeldungen" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    <category term="jmstv" label="JMStV" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
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    <category term="ministerpräsidenten" label="Ministerpräsidenten" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="rundfunkänderungsstaatsvertrag" label="Rundfunkänderungsstaatsvertrag" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p><span class="author-g-00fgswues8g54vb7">Zur Unterzeichnung&nbsp;</span><span class="author-g-ihj3opav1qh6ey7d">des&nbsp;</span><span class="author-g-00fgswues8g54vb7">14. Rundfunkänderungsstaatsvertrag</span><span class="author-g-ihj3opav1qh6ey7d">s</span><span class="author-g-00fgswues8g54vb7">&nbsp;und der Änderungen am Jugendmedienschutz-Staatsvertrags durch die Ministerpräsidenten der Länder und&nbsp;</span><span class="author-g-ihj3opav1qh6ey7d">zur</span><span class="author-g-00fgswues8g54vb7">&nbsp;Pressemeldung von Kurt Beck am 10. Juni 2010 erklärt der Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur:</span></p>]]>
        <![CDATA[<h3>„Ungeeignete Maßnahmen zum Jugendschutz im Internet“</h3>
<h4>Kritik an Unterzeichnung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags durch die Ministerpräsidenten</h4>
<p>»Anders als von Kurt Beck behauptet, sind die neuen Maßnahmen im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag nicht freiwillig. Im Gegenteil: Wer Inhalte publiziert, die für Kinder „erziehungsbeeinträchtigend“ sind, muss Maßnahmen ergreifen. Wer sich nicht daran hält, handelt ordnungswidrig und riskiert ein Bußgeld. „Freiwillig“ ist dabei nur die Wahl der Maßnahmen. Ein erster Praxistest des AK Zensur hat gezeigt, dass Selbsteinstufung und Alterskennzeichnung nicht praktikabel sind und dem Jugendschutz nicht dienen. Die Altersgrenzen werden auch bei alltäglichen Inhalten schnell erreicht.</p>
<p>Der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag ist tatsächlich, wie Kurt Beck behauptet, richtungsweisend. Die Richtung zeigt allerdings in die Vergangenheit: Die jetzt beschlossenen Maßnahmen wurden schon Mitte der 90er-Jahre diskutiert, dann aber als untauglich verworfen. Die Vorstellung, Regelungen aus dem Rundfunk könnten im globalen Kommunikationsmedium Internet funktionieren, ist naiv. Moderner Jugendschutz verlangt neue Konzepte und medienpädagogische Strategien.</p>
<p>Durch mangelnden Sachverstand, fehlende Einsicht in die Zusammenhänge und falsch verstandene Fürsorgepflicht wird ein populistisches Bündel von Vorschriften verordnet, das dem Schutz von Kindern und Jugendlichen nicht dient.</p>
<p>Der JMStV kann nur in Kraft treten, wenn alle Landesparlamente zustimmen. Es bleibt zu hoffen, dass diese nicht vorbehaltlos die Entscheidung der Ministerpräsidenten abnicken.«</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Ausführlichere Pressemeldung zum Thema: <a href="http://ak-zensur.de/2010/06/jmstv-ungeeignet.html">http://ak-zensur.de/2010/06/jmstv-ungeeignet.html</a></li>
<li>Stellungnahme zum JMStV: <a href="http://ak-zensur.de/download/jmstv-forderungen-akz.pdf">http://ak-zensur.de/download/jmstv-forderungen-akz.pdf</a></li>
<li>Praxistest zur Alterseinstufung: <a href="http://ak-zensur.de/jmstv/">http://ak-zensur.de/jmstv/</a></li>
<li>Pressemeldung der Landesregierung Rheinland-Pfalz: <a class="ext" href="http://bit.ly/rlp-pm-jmstv">http://bit.ly/rlp-pm-jmstv</a></li>
<li>Die de facto Pflicht zur Kennzeichnung ergibt sich aus § 5 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 11 Abs. 1 und &nbsp;§24 Abs. 1 Nummer 4 &nbsp;JMStV.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>(Veröffentlichung honorarfrei, Belegexemplar erbeten)</em></p>
<p><em><br /></em></p>
<p><strong>Aussender:</strong><br />Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur)<br /><a href="http://ak-zensur.de/">http://ak-zensur.de/</a><br /><br /><strong>Pressekontakt:&nbsp;</strong><br /><a href="mailto:presse@ak-zensur.de">presse@ak-zensur.de</a><br />Alvar Freude, Tel. (0179) 13 46 47 1&nbsp;(bitte NICHT in andere Blogs übernehmen, sondern hierher verweisen!)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Über den Arbeitskreis gegen Internet-Sperren (AK Zensur):</h3>
<p>Dem AK Zensur gehören unter anderem an, in alphabetischer Reihenfolge:&nbsp;der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.antispam.de/">Antispam e.V</a>., die Initiative&nbsp;<a class="ext" href="http://www.falle-internet.de/">falle-internet.de</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.foebud.org/">FoeBuD e.V</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.fitug.de/">Förderverein Informationstechnik und Gesellschaft e.V.</a>&nbsp;(FITUG), das&nbsp;<a class="ext" href="http://www.fiff.de/">Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.</a>&nbsp;(FIfF),&nbsp;<a class="ext" href="http://netzpolitik.org/">netzpolitik.org</a>,&nbsp;<a class="ext" href="http://odem.org/">ODEM.org</a>,&nbsp;<a class="ext" href="http://www.spreeblick.com/">Spreeblick</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.trotzallem.de/">Trotz Allem e.V.</a>&nbsp;und zahlreiche Einzelpersonen.</p>
<p><a href="http://ak-zensur.de/">http://ak-zensur.de/</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]>
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Neuer Jugendmedienschutz-Staatsvertrag: Prädikat ungeeignet für alle Alterstufen</title>
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    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.666</id>

    <published>2010-06-09T09:15:48Z</published>
    <updated>2010-06-09T09:16:44Z</updated>

    <summary>Pressemeldung des Arbeitskreises gegen Internet-Sperren und Zensur zur geplanten Unterzeichnung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags durch die Ministerpräsidenten der Länder:...</summary>
    <author>
        <name>Alvar Freude</name>
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        <![CDATA[<p><strong>Pressemeldung des Arbeitskreises gegen Internet-Sperren und Zensur zur geplanten Unterzeichnung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags durch die Ministerpräsidenten der Länder:</strong></p>]]>
        <![CDATA[<h3><strong>Neuer Jugendmedienschutz-Staatsvertrag: Prädikat ungeeignet für alle Alterstufen</strong></h3>
<h4>Netz-Experten rufen Ministerpräsidenten auf, die Unterzeichnung zu verschieben</h4>
<p><strong>Im Vorfeld der Ministerpräsidentenkonferenz am 10. Juni 2010 warnt der Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur (AK Zensur) vor der Verabschiedung eines neuen Regelwerks zum Jugendschutz im Internet und appelliert in einem Brief an die Regierungschefs, die Unterzeichnung zu verschieben.</strong></p>
<p><strong>„In einem ersten Praxistest haben sich die neuen Regelungen als im Internet untaugliches und nicht anwendbares Konstrukt herausgestellt; netzpolitisch und medienpädagogisch sind sie verfehlt sowie wirtschaftspolitisch bedenklich“, meint Alvar Freude, Mitgründer des AK Zensur. Der Jugendschutz werde zu einem Risiko für jeden, der Inhalte im Netz veröffentlicht, sei es auch nur in einem sozialen Netzwerk. Das Schutzniveau für Minderjährige im Internet werde dagegen nicht verbessert.</strong></p>
<p>Auf der Tagesordnung der Ministerpräsidentenkonferenz am morgigen Donnerstag steht die Unterzeichnung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV). Dieser regelt den Jugendschutz im Internet. Ein Kernpunkt in der jetzt diskutierten Überarbeitung des bereits seit 2003 geltenden Regelwerks ist die Verpflichtung, Inhalte in fünf Altersgruppen einzustufen.</p>
<h4>Durchgefallen im Praxistest</h4>
<p>Ein erster <a href="http://ak-zensur.de/jmstv/">Praxistest des AK Zensur</a> hat eindrucksvoll gezeigt, vor welchen Schwierigkeiten Webseiten-Betreiber stehen werden, wenn sie zukünftig ihre alten und neuen Angebote gemäß den umstrittenen Richtlinien des neuen JMStV klassifizieren sollen. Selbst Experten war keine einheitliche Einstufung möglich.</p>
<p>„So einfach, wie es sich der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag macht, war auch unser Praxistest. Die Nutzer sollten Inhalte im Netz nach Altersstufen, zum Beispiel mit 'Geeignet ab 12 Jahren', bewerten“, erläutert Alvar Freude das Experiment. „Die Auswertung von über 10.000 Einzelbewertungen ergab, dass fast 80% der&nbsp;Einstufungen&nbsp;falsch waren. Das verwundert nicht, sind doch nur wenige Internet-Nutzer Jugendschutz-Experten.“ &nbsp;Ein erheblicher Teil der Teilnehmer hielt einige Inhalte fälschlich für jüngere Kinder geeignet und würde damit in der Praxis ordnungswidrig handeln.</p>
<h4>Hoher Aufwand für Alterseinstufung</h4>
<p>Die Alterseinstufung zu erstellen ist insbesondere für viele private Nutzer wie Blogger, Betreiber von Foren oder Web2.0-Projekten sehr aufwendig und beinahe unmöglich, da sie die ausführliche Beschäftigung mit dem Thema Jugendschutz voraussetzt. Um sich nicht dem Risiko einer Bußgeldzahlung, Abmahnung oder Ordnungswidrigkeit auszusetzen, dürfte die Neigung bestehen, falsch einzustufen oder gleich Selbstzensur zu betreiben.</p>
<p>Einen weiteren Aspekt zeigt der Medienpädagoge Jürgen Ertelt auf: "Die Verantwortung von Eltern und Pädagogen wird zu sehr vernachlässigt. Genau hier macht der JMStV den kardinalen Fehler, originäre Erziehungsaufgaben auf technische Filter abschieben zu wollen."</p>
<h4>Appell an die Ministerpräsidenten der Länder</h4>
<p>Daher haben eine Reihe von Internet-Spezialisten, Juristen, Medienpädagogen, Bloggern, Künstlern und Sachverständigen der Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestages einen <a href="http://ak-zensur.de/download/JMStV-Brief--komplett.pdf">Appell an die Ministerpräsidenten der Länder</a> gerichtet, die Novelle des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags nochmals grundlegend zu überarbeiten und die Unterzeichnung zu verschieben.</p>
<p>So heißt es in dem Schreiben in Bezug auf das Internet:</p>
<p>„Wenn aber der jetzige JMStV-Entwurf verabschiedet und durchgesetzt wird, würde dies umgehend irreversible Schäden an einem sich entwickelnden kulturellen und sozialen Raum hinterlassen. Insbesondere privaten und kleinen Anbietern werden unverhältnismäßige Hürden in den Weg gelegt, und hunderte Millionen an bestehenden Webseiten müssten auf ihre 'Erziehungsbeeinträchtigung' für 12-jährige Kinder durchsucht werden, während ausländische Anbieter unbehelligt bleiben.“</p>
<p>Der Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur, der bereits erfolgreich gegen die Netzsperren-Pläne der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) zu Felde gezogen war, bewertet das Vorhaben so: "Die neuen Regelungen zum Jugendschutz im Internet sind bürokratischer Irrsinn und nicht handhabbar. Die Ministerpräsidenten wären klug beraten, wenn sie das Vorhaben noch einmal einer gründlichen Überprüfung unterziehen würden."&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>(Veröffentlichung honorarfrei, Belegexemplar erbeten)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Siehe auch:</strong>&nbsp;<a href="http://ak-zensur.de/2010/05/forderungen-jmstv.html">Hintergrundinformationen, Argumente und Forderungskatalog des AK Zensur</a>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Aussender:</strong><br />Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur)<br /><a href="http://ak-zensur.de/">http://ak-zensur.de/</a><br /><br /><strong>Pressekontakt:</strong>&nbsp;<br /><a href="mailto:presse@ak-zensur.de">presse@ak-zensur.de</a><br />Alvar Freude, Tel. (0179) 13 46 47 1&nbsp;(bitte NICHT in andere Blogs übernehmen, sondern hierher verweisen!)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Über Alvar Freude</h3>
<p>Alvar Freude ist Mitglied im Vorstand des Fördervereins Informationstechnik und Gesellschaft e.V. (FITUG), Mitgründer des Arbeitskreises gegen Internet-Sperren und Zensur und wurde als Sachverständiger in die&nbsp;<a class="ext" href="http://www.bundestag.de/internetenquete/">Enquête-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft"</a>&nbsp;des Deutschen Bundestages berufen.</p>
<p>Er ist Vater einer dreijährigen Tochter und beschäftigt sich seit über zehn Jahren intensiv mit dem Thema Internet-Sperren/Filter/Zensur. Seine Diplomarbeit&nbsp;<a class="ext" href="http://tour.odem.org/insert_coin.html">insert_coin</a>&nbsp;ist ein Internet-Filter-Experiment und wurde mit dem Internationalen Medienkunstpreis 2001 vom&nbsp;<a class="ext" href="http://www.zkm.de/">ZKM</a>&nbsp;und&nbsp;<a class="ext" href="http://www.swr.de/">SWR</a>&nbsp;ausgezeichnet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Über den Arbeitskreis gegen Internet-Sperren (AK Zensur):</h3>
<p>Dem AK Zensur gehören unter anderem an, in alphabetischer Reihenfolge:&nbsp;der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.antispam.de/">Antispam e.V</a>., die Initiative&nbsp;<a class="ext" href="http://www.falle-internet.de/">falle-internet.de</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.foebud.org/">FoeBuD e.V</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.fitug.de/">Förderverein Informationstechnik und Gesellschaft e.V.</a>&nbsp;(FITUG), das&nbsp;<a class="ext" href="http://www.fiff.de/">Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.</a>&nbsp;(FIfF), der<a class="ext" href="http://www.mogis-verein.de/">MOGiS e.V.</a>&nbsp;(MissbrauchsOpfer gegen InternetSperren),&nbsp;<a class="ext" href="http://netzpolitik.org/">netzpolitik.org</a>,&nbsp;<a class="ext" href="http://odem.org/">ODEM.org</a>,&nbsp;<a class="ext" href="http://www.spreeblick.com/">Spreeblick</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.trotzallem.de/">Trotz Allem e.V.</a>&nbsp;und zahlreiche Einzelpersonen.</p>
<p><a href="http://ak-zensur.de/">http://ak-zensur.de/</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]>
    </content>
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    <title>Blackjack und Nutten: ab welchem Alter?</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://ak-zensur.de/2010/06/blackjack-nutten.html" />
    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.665</id>

    <published>2010-06-08T09:25:16Z</published>
    <updated>2010-06-08T12:25:29Z</updated>

    <summary>… und wieder mit etwas Verspätung kommt hier die Auflösung zur Alterseinstufung der Drogenberatungs-Webseite: Sie wäre mit einer Kennzeichnung „ab 12 Jahre“ zu versehen. Die Begründung dazu folgt wieder unten. Heute geht es um Blackjack und Nutten …...</summary>
    <author>
        <name>Alvar Freude</name>
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    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p>… und wieder mit etwas Verspätung kommt hier die Auflösung zur <a href="http://ak-zensur.de/2010/06/drogen.html">Alterseinstufung der Drogenberatungs-Webseite</a>: Sie wäre mit einer Kennzeichnung „ab 12 Jahre“ zu versehen. Die Begründung dazu folgt wieder unten.</p>
<p>Heute geht es um <a class="ext" href="http://www.facebook.com/pages/Black-Jack-und-Nutten/286600112297">Blackjack und Nutten</a> …</p>]]>
        <![CDATA[<p>Bender ist ein biertrinkender Roboter aus der Zeichentrickserie Futurama. Und er will seinen eigenen Vergnügungspark bauen – <a class="ext" href="http://www.google.de/search?q=blackjack+und+Nutten&amp;num=100&amp;hl=de&amp;prmd=vi&amp;source=lnms&amp;tbs=vid:1">mit Blackjack und Nutten</a>.&nbsp;</p>
<p>Und wie das nunmal so ist, gibt es dazu auch eine <a class="ext" href="http://www.facebook.com/pages/Black-Jack-und-Nutten/286600112297">Facebook-Fan-Seite</a>&nbsp;mit Pinnwand und was da eben so dazu gehört.</p>
<p>Und genau zu dieser Fan-Seite wollen wir von Euch wissen: müsste diese nach dem JMStV mit einer Alterskennzeichnung versehen werden und wenn ja ab welchem Alter? Ab 6 Jahren, ab 12 Jahren, ab 16 Jahren, ab 18 Jahren?</p>
<p><a class="ext" href="http://www.facebook.com/pages/Black-Jack-und-Nutten/286600112297">http://www.facebook.com/pages/Black-Jack-und-Nutten/286600112297</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Auflösung: Drogenberatung Partypack</h3>
<p><a href="http://ak-zensur.de/2010/06/drogen.html">Beim letzten mal fragten wir danach</a>, mit welcher Altersstufe denn die <a class="ext" href="http://www.partypack.de/Ecstasy.41.0.html">Ecstasy-Info-Seite bei partypack.de</a> eingestuft werden müsste, bzw. in diesem Fall sogar das gesamte Angebot. Hier ist die Lösung:</p>
<blockquote>
<p>Die Website „Partypack“ der Drogenhilfe Köln ist ein Präventsionsangebot für die Zielgruppe der „Gelegenheitsdrogis“. Es wendet sich – wie vom Namen abzuleiten – an Partygänger und nicht an Suchtkranke.</p>
<p><strong>Ich würde die Seite bezogen auf den #JMStV-Entwurf mit „ab 12 Jahren“ kennzeichnen.</strong></p>
<p><strong>Begründung:</strong> partypack.de liefert sachliche Informationen in einer Jugend gerechten Ansprache. Selbst in der Unvermeidbarkeit eines bevorstehendes Konsums bleibt die Ansprache und der Informationsgehalt evident. Das Angebot weist deutlich auf on- und offline-Beratungsmöglichkeiten hin und benennt auch einen namentlichen Ansprechpartner. Die Listung verschiedener Stoffe und Substanzen kann nicht als FAQ möglicher „Dröhnungen“ missverstanden werden, sodass die Seite gerade für Jugendliche im kritischen Alter ab 12 Jahren aufklärend wirken kann. Ich verweise auf die bereits „gelabelte“ Sextra-Seite und möchte unterstreichen, dass die Absicht und der erreichbare inhaltliche Support des Webangebotes für die Jugendschutz-Bewertung besonders wichtig ist.</p>
<p>Jürgen @Ertelt&nbsp;<a class="ext" href="http://tweed.me/">http://tweed.me/</a></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir sehen: Beratungsangebote können ihre Inhalte zwar relativ niedrig einstufen. Aber dennoch: wer Inhalte ab 12 Jahren hat, muss nach dem neuen JMStV etwas unternehmen, ansonsten riskiert er ein Bußgeld.</p>
<p>Wichtig wäre daher, dass die Maßnahmen tatsächlich „freiwillig“ sind, wie es oft behauptet wird.</p>]]>
    </content>
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    <title>„Malmström lässt sich instrumentalisieren“</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://ak-zensur.de/2010/06/malstroem-instrumentalisiert.html" />
    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.664</id>

    <published>2010-06-04T14:05:22Z</published>
    <updated>2010-06-04T15:29:30Z</updated>

    <summary>Pressemeldung des Arbeitskreises gegen Internet-Sperren und Zensur zur Verteidigung von Internet-Sperren durch EU-Kommissarin Cecilia Malmström:...</summary>
    <author>
        <name>AK Zensur</name>
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        <![CDATA[<p><strong>Pressemeldung des Arbeitskreises gegen Internet-Sperren und Zensur zur Verteidigung von Internet-Sperren durch EU-Kommissarin Cecilia Malmström:</strong></p>]]>
        <![CDATA[<h3>„Malmström lässt sich instrumentalisieren“</h3>
<p>Die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström hat am Freitag vor den EU-Justizministern Pläne für Internetsperren verteidigt. Ihrem erneuten Vorwurf, den Bürgerrechtlern gehe es dabei um Meinungsfreiheit für „Kinderpornografie“, widerspricht Alvar Freude, Mitgründer des Arbeitskreises gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur):</p>
<p>»Frau Malmström setzt diesen rhetorischen Trick immer wieder ein; das Argument bleibt falsch. Als weltweit geächtete Straftaten können Verbreitung und Konsum von Bildern vergewaltigter Kinder niemals unter die Meinungsfreiheit fallen.</p>
<p>Im Kampf gegen die Darstellung sexuellen Missbrauchs an Kindern – von Malmström verharmlosend „Kinderpornografie“ genannt – sind Internet-Sperren der falsche Weg. Sie behindern die Strafverfolgung und helfen den Tätern, sich vor dem Zugriff der Ermittlungsbehörden zu schützen. Frau Malmström lässt sich instrumentalisieren, um eine Zensurinfrastruktur zu schaffen. Die mag wirtschaftlichen und politischen Interessen dienen. Dem Kinderschutz dient sie nicht.«</p>
<p>So sagte Johan Schlüter, Lobbyist der dänischen Musikindustrie, bereits 2007 bei einer Veranstaltung in Schweden:</p>
<blockquote>
<p>„Kinderpornografie ist großartig, weil Politiker Kinderpornografie begreifen. Mit diesem Thema kriegen wir sie dazu, zu handeln und Websperren einzuführen. Sobald wir das geschafft haben, werden wir sie dazu bringen, auch Filesharing-Seiten zu blockieren.“</p>
<p>(siehe: <a href="http://ak-zensur.de/2010/04/kinderpornos-grossartig.html">http://ak-zensur.de/2010/04/kinderpornos-grossartig.html</a>)</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alvar Freude weiter: »Der Kampf gegen Kindesmissbrauch ist nur ein vorgeschobener Grund. Für die Opfer ist jedes gesperrte, nicht gelöschte Bild, jede unterlassene Strafverfolgung ein Schlag ins Gesicht und erneuter Missbrauch. Alle Anstrengungen sollten darauf hinauslaufen, diese Inhalte international nachhaltig zu bekämpfen. Sie einfach nur zu verstecken wäre der populistisch wirksamste, aber in der Sache sinnlose und gefährliche Weg.«</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>(Veröffentlichung honorarfrei, Belegexemplar erbeten)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Siehe auch:</strong> Weitere <a href="http://ak-zensur.de/2010/03/sperren-ueber-eu.html">Hintergrundinformationen und Argumente</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Aussender:</strong><br />Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur)<br /><a href="http://ak-zensur.de/">http://ak-zensur.de/</a><br /><br /><strong>Pressekontakt:&nbsp;</strong><br /><a href="mailto:presse@ak-zensur.de">presse@ak-zensur.de</a><br />Alvar Freude, Tel. (0179) 13 46 47 1&nbsp;(bitte NICHT in andere Blogs übernehmen, sondern hierher verweisen!)</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Über Alvar Freude</h3>
<p>Alvar Freude ist Mitglied im Vorstand des Fördervereins Informationstechnik und Gesellschaft e.V. (FITUG), Mitgründer des Arbeitskreises gegen Internet-Sperren und Zensur und wurde als Sachverständiger in die&nbsp;<a class="ext" href="http://www.bundestag.de/internetenquete/">Enquête-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft"</a>&nbsp;des Deutschen Bundestages berufen.</p>
<p>Er ist Vater einer dreijährigen Tochter und beschäftigt sich seit über zehn Jahren intensiv mit dem Thema Internet-Sperren/Filter/Zensur. Seine Diplomarbeit&nbsp;<a class="ext" href="http://tour.odem.org/insert_coin.html">insert_coin</a>&nbsp;ist ein Internet-Filter-Experiment und wurde mit dem Internationalen Medienkunstpreis 2001 vom&nbsp;<a class="ext" href="http://www.zkm.de/">ZKM</a>&nbsp;und&nbsp;<a class="ext" href="http://www.swr.de/">SWR</a>&nbsp;ausgezeichnet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Über den Arbeitskreis gegen Internet-Sperren (AK Zensur):</h3>
<p>Dem AK Zensur gehören unter anderem an, in alphabetischer Reihenfolge:&nbsp;der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.antispam.de/">Antispam e.V</a>., die Initiative&nbsp;<a class="ext" href="http://www.falle-internet.de/">falle-internet.de</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.foebud.org/">FoeBuD e.V</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.fitug.de/">Förderverein Informationstechnik und Gesellschaft e.V.</a>&nbsp;(FITUG), das&nbsp;<a class="ext" href="http://www.fiff.de/">Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.</a>&nbsp;(FIfF), der<a class="ext" href="http://www.mogis-verein.de/">MOGiS e.V.</a>&nbsp;(MissbrauchsOpfer gegen InternetSperren),&nbsp;<a class="ext" href="http://netzpolitik.org/">netzpolitik.org</a>,&nbsp;<a class="ext" href="http://odem.org/">ODEM.org</a>,&nbsp;<a class="ext" href="http://www.spreeblick.com/">Spreeblick</a>, der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.trotzallem.de/">Trotz Allem e.V.</a>&nbsp;und zahlreiche Einzelpersonen.</p>
<p><a href="http://ak-zensur.de/">http://ak-zensur.de/</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]>
    </content>
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    <title>Infos zu Drogen: ab welchem Alter?</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://ak-zensur.de/2010/06/drogen.html" />
    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.662</id>

    <published>2010-06-03T14:01:46Z</published>
    <updated>2010-06-03T15:06:10Z</updated>

    <summary>Mit etwas Verspätung nun die Auflösung der letzten Runde: Die Pubertätstotschämerinnerung von Mcnep im Assoziations-Blaster müsste nach dem JMStV mit ab 16 Jahren gekennzeichnet werden. Mehr Infos dazu wieder weiter unten. Heute stellen wir eine eine Seite mit einem ganz...</summary>
    <author>
        <name>Alvar Freude</name>
        <uri>http://alvar.a-blast.org/</uri>
    </author>
    
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    <category term="drogen" label="Drogen" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="drogenberatung" label="Drogenberatung" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="jmstv" label="JMStV" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="pubertät" label="Pubertät" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p>Mit etwas Verspätung nun die Auflösung der <a href="http://ak-zensur.de/2010/06/pubertaetstotschaemerinnerungen.html">letzten Runde</a>: Die <a class="ext" href="http://www.assoziations-blaster.de/blast/Pubert%E4tstotsch%E4merinnerungen.1.html">Pubertätstotschämerinnerung von Mcnep</a> im <a href="http://www.assoziations-blaster.de/">Assoziations-Blaster</a> müsste nach dem JMStV mit <em>ab 16 Jahren</em> gekennzeichnet werden. Mehr Infos dazu wieder weiter unten.</p>
<p>Heute stellen wir eine eine Seite mit einem ganz anderen Thema zur Diskussion: Drogen, genauer: die Seite über <a class="ext" href="http://www.partypack.de/Ecstasy.41.0.html">Ecstasy bei partypack.de</a>.</p>]]>
        <![CDATA[<p><a href="http://www.partypack.de/">partypack.de</a> ist ein Projekt der Drogenhilfe Köln gGmbH. Es werden verschiedene in der Partyszene am häufigsten konsumierte Drogen beschrieben, ihre Wirkungen, Nebenwirkungen und Gefahren aufgezählt.</p>
<p>Dabei ist die Sprache so gewählt, dass sie von Drogenkonsumenten verstanden wird. Es gibt Tipps zum „sicheren“ Gebrauch, zu den Wirkstoffen, Nachweisbarkeit, Strafrecht, Erste Hilfe und so weiter.</p>
<p>Wir haben mehr oder minder zufällig die Seite zu Ecstasy ausgesucht, aber die anderen Seiten sind ähnlich, so dass vermutlich die gesamte Rubrik gleich gekennzeichnet werden müsste.</p>
<p>Nun also die Frage: Mit welcher Alterskennzeichnung müsste der Artikel&nbsp;<a class="ext" href="http://www.partypack.de/Ecstasy.41.0.html">Ecstasy (XTC/Extasy, Pillen, Teile, MDMA, MDA, MDEA, MBDB)</a> nach dem JMStV gekennzeichnet werden? Ab 0, ab 6, ab 12, ab 16 oder ab 18 Jahren?</p>
<p><a href="http://www.partypack.de/Ecstasy.41.0.html">http://www.partypack.de/Ecstasy.41.0.html</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Begründung zu der Pubertätstotschämerinnerung</h3>
<p>Jürgen Ertelt hat für uns wieder die Seite der vorigen Runde bewertet und die Begründung geschrieben:</p>
<blockquote>
<p>Der <a class="ext" href="http://www.assoziations-blaster.de/">Assoziations-Blaster</a> ist ein sehr frühes User- und Maschinen generated content Angebot, das man heute – etwas gestalteter :-) – unter Web2.0 katalogisieren würde. Das Thema Pubertät bzw. <a class="ext" href="http://www.assoziations-blaster.de/info/Pubert%E4tstotsch%E4merinnerungen.html">Pubertätstotschämerinnerungen</a> ist redlich, wird aber tatsächlich eher mit assoziativen Erinnerungen von erwachsenen Menschen gefüttert, die meist sexuellen Ursprungs sind. Welcher der Texte mit meist sehr hohem Fremdschäm-Faktor angezeigt wird, wird vom Zufall bestimmt.</p>
<p><strong>Ich würde das Angebot bzw. <a class="ext" href="http://www.assoziations-blaster.de/blast/Pubert%E4tstotsch%E4merinnerungen.1.html">den konkreten Text</a> mit </strong><strong>„</strong><strong>ab 16 Jahre“ einstufen.</strong></p>
<p><strong>Begründung:</strong> Jedermann kann ungefiltert und sofort jeden textlichen Beitrag beisteuern, der sofort und unmittelbar in eine Wort-verknüpfende Darstellung genommen wird. Einziger Filter ist die Bewertung durch andere Nutzer und die getroffene Wortwahl. Da die nicht illustrierte Anwendung nicht so leicht in ihrer Nutzung zu durchblicken ist und die rein textliche Aufbereitung mögliches pornografisches oder gewaltverherrlichendes (Wort-)Potenzial abschwächt, ist von einer „ab 18“-Bewertung abzusehen. Ein Vergleich mit Chat-Roulette drängt sich auf, ist aber qualitativ getrennt zu betrachten.</p>
<p>Jürgen @Ertelt&nbsp;<a class="ext" href="http://tweed.me/">http://tweed.me/</a></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das erinnert mich daran, dass wir eigentlich zum <a class="ext" href="http://blog.assoziations-blaster.de/10-jahre-blaster/">10-jährigen Jubiläum</a> des Assoziations-Blasters im Januar letzten Jahres eine neue Version fertig haben wollten. Tja, zu viel anderes zu tun …</p>
<p>&nbsp;</p>]]>
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Pubertätstotschämerinnerungen ab welchem Alter?</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://ak-zensur.de/2010/06/pubertaetstotschaemerinnerungen.html" />
    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.661</id>

    <published>2010-06-01T18:57:49Z</published>
    <updated>2010-06-03T14:09:45Z</updated>

    <summary><![CDATA[Bei der gestrigen Frage nach der Alterseinstufung eines Blogeintrags zum Stierkampf lag die Mehrheit wieder daneben: ab 12 Jahren, so die Einstufung von unserem Experten. Details zur Bewertung stehen wieder unten. Heute widmen wir uns aber&nbsp;Pubertätstotschämerinnerungen, und fragen uns: ab...]]></summary>
    <author>
        <name>Alvar Freude</name>
        <uri>http://alvar.a-blast.org/</uri>
    </author>
    
        <category term="JMStV-Kennzeichnung" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    <category term="assoziationen" label="Assoziationen" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="assoziationsblaster" label="Assoziations-Blaster" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="blaster" label="Blaster" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
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    <category term="stierkampf" label="Stierkampf" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="jmstv" label="jmstv" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p>Bei der gestrigen Frage nach der <a href="http://ak-zensur.de/2010/05/stieren.html">Alterseinstufung eines Blogeintrags zum Stierkampf</a> lag die Mehrheit wieder daneben: ab 12 Jahren, so die Einstufung von unserem Experten. Details zur Bewertung stehen wieder unten.</p>
<p>Heute widmen wir uns aber&nbsp;<a class="ext" href="http://www.assoziations-blaster.de/blast/Pubert%E4tstotsch%E4merinnerungen.1.html">Pubertätstotschämerinnerungen</a>, und fragen uns: ab 0, 6, 12, 16 oder 18 Jahren?</p>]]>
        <![CDATA[<p><strong>&gt;&gt; zur&nbsp;</strong><strong><a href="http://ak-zensur.de/jmstv/">Übersicht / Projektseite</a></strong></p>
<p>Der&nbsp;<a class="ext" href="http://www.assoziations-blaster.de/">Assoziations-Blaster</a>&nbsp;ist ein Projekt, das <a class="ext" href="http://drx.a-blast.org/~drx/index.de.html">Dragan</a> und ich im Januar 1999 gestartet haben. Kurz: jeder kann dort seine Assoziationen zu den vorhandenen Stichwörtern aufschreiben – und manchmal auch neue Stichwörter anlegen. Alle diese werden miteinander automatisch verlinkt. Derzeit gibt es im Blaster&nbsp;966303 Texte zu&nbsp;73084 Stichwörtern.</p>
<p>Eines der Stichwörter lautet eben&nbsp;<a href="http://www.assoziations-blaster.de/info/Pubert%E4tstotsch%E4merinnerungen.html">Pubertätstotschämerinnerungen</a>. Der <a class="ext" href="http://www.assoziations-blaster.de/blast/Pubert%E4tstotsch%E4merinnerungen.1.html">erste Text zu diesem Stichwort hat unserer Stammuser Mcnep</a> bereits am 4. Februar 2001 geschrieben.</p>
<p>Und wie wäre denn dieser Text, dem einige Reihe weiterer sehr amüsanter Erinnerungen <a class="ext" href="http://www.assoziations-blaster.de/info/Pubert%E4tstotsch%E4merinnerungen.html">folgte</a>, nach dem JMStV zu bewerten?</p>
<p><a class="exr" href="http://www.assoziations-blaster.de/blast/Pubert%E4tstotsch%E4merinnerungen.1.html">http://www.assoziations-blaster.de/blast/Pubert%E4tstotsch%E4merinnerungen.1.html</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Begründung zum Stierkampf-Blogeintrag</h3>
<p>Hier die Begründung von Jürgen Ertelt, der für uns <a href="http://ak-zensur.de/2010/05/stieren.html">die Bewertung zum Stierkampf-Text</a> geschrieben hat:</p>
<blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Heute bewerte ich „mehr oder minder täglich Privatkram“. Mit dieser Blog-Überschrift ist deutlich herausgestellt, dass eine private Meinung kundgetan wird. Der Nachrichtenwert des <a class="ext" href="http://weblog.hundeiker.de/item-1945.html">aufgespiessten Toreros</a> ist nur subjektiv hoch, die darauf bezogenen Meinungen des Autors sind persönlich und namentlich privat veröffentlicht.</p>
<p><strong>Ich würde den Blogeintrag mit „ab 12 Jahre“ kennzeichnen.</strong></p>
<p><strong>Begründung:</strong> Trotz fehlendem Mitleid für den verletzten Stierkämpfer ist eine Menschen-Verachtung nicht festzumachen. Der Autor engagiert sich heftig gegen Tierquälerei und nutzt dazu umgangssprachliche Formulierungen, die seine persönliche Meinung herausstellen. Das eingebundene Video zeigt einen Ausschnitt aus einer spanischen Nachrichtensendung, leider fehlt ein Hinweis auf die drastische Realitätsabbildung des Unglücks. Eine Verlinkung führt zu einem Foto der Torero – Durchbohrung, der yigg-Link ins Leere. Ohne verlinktem Foto und Videomaterial, welches im klassischen Magazin-Print oder in den bundesdeutschen Fernsehnachrichten so wahrscheinlich nicht gezeigt würden, wäre auch eine „ab 6 Jahre“ – Einstufung möglich.</p>
<p>Jürgen @Ertelt&nbsp;<a class="ext" href="http://tweed.me/">http://tweed.me/</a></p>
</blockquote>
<div></div>
<div>Und wieder lagen über 50% der Teilnehmer an der Umfrage falsch: die meisten hätten den Blogeintrag ab 16 oder gar ab 18 gekennzeichnet.</div>
<div>Aber angesehen von diesem Problem bleibt die rein logistische Schwierigkeit: wer schafft es, all seine vielen Blog-Einträge und sonstigen Publikationen im Netz der letzten 10, 15 Jahre darauf zu durchforsten, ob da etwas dabei ist, das für 12-jährige erziehungsbeeinträchtigend ist?</div>]]>
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Die Altersgrenze für den Stier</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://ak-zensur.de/2010/05/stieren.html" />
    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.659</id>

    <published>2010-05-31T16:59:47Z</published>
    <updated>2010-06-03T14:17:13Z</updated>

    <summary><![CDATA[Gestern war die Frage, wie ein Text einer Sexual-Beratungswebseite&nbsp;nach dem JMStV eingestuft werden müsste. Dieses Mal lag die Mehrheit der Teilnehmer sogar richtig: ab 12 Jahren. Details und Begründung zur Einstufung folgen wie immer unten. Heute stellt sich die Frage:...]]></summary>
    <author>
        <name>Alvar Freude</name>
        <uri>http://alvar.a-blast.org/</uri>
    </author>
    
        <category term="JMStV-Kennzeichnung" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    <category term="jmstv" label="JMStV" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
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    <category term="stier" label="Stier" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="stierkampf" label="Stierkampf" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p>Gestern war die Frage, <a href="http://ak-zensur.de/2010/05/profamilia.html">wie ein Text einer Sexual-Beratungswebseite&nbsp;nach dem JMStV eingestuft werden müsste</a>. Dieses Mal lag die Mehrheit der Teilnehmer sogar richtig: ab 12 Jahren. Details und Begründung zur Einstufung folgen wie immer unten.</p>
<p>Heute stellt sich die Frage: Ab welchem Alter darf ein Blogbetreiber <a class="ext" href="http://weblog.hundeiker.de/item-1945.html">seine Leser stieren lassen</a>?</p>]]>
        <![CDATA[<p><strong>&gt;&gt; zur&nbsp;</strong><a href="/jmstv/"><strong>Übersicht / Projektseite</strong></a></p>
<p>„<a class="ext" href="http://weblog.hundeiker.de/item-1945.html">Was stierst Du so?</a>“ im Blog&nbsp;<em>Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram</em> ist ein typischer Blog-Eintrag zu dem Torero, der von einem Stier aufgespießt wird. Der Autor kritisiert den Stierkampf, zeigt Mitleid mit dem Stier – aber nicht mit dem Menschen. Eingebettet in den Beitrag ist ein Youtube-Video, das die Szene deutlich zeigt.</p>
<p>Ist das jugendgefährdend, entwicklungsbeeinträchtigend oder erziehungsbeeinträchtigend? Kann <a class="ext" href="http://weblog.hundeiker.de/item-1945.html">diese Seite</a> die Erziehung von Kindern zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten gefährden? Müsste sie nach dem <a class="ext" href="http://ak-zensur.de/2010/05/forderungen-jmstv.html">JMStV</a> ab 0 Jahren, ab 6 Jahren, ab 12 Jahren, ab 16 Jahren oder gar ab 18 Jahren eingestuft werden?</p>
<p><a class="ext" href="http://weblog.hundeiker.de/item-1945.html">http://weblog.hundeiker.de/item-1945.html</a></p>
<p><a href="http://ak-zensur.de/2010/06/pubertaetstotschaemerinnerungen.html">Hier zur Auflösung.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Begründung zur Einstufung der Imtimrasur-Umfrage bei der Beratungsstelle</h3>
<p>Dieses Mal lag die Mehrheit bei der eigenen Einstufung richtig, auch unser Experte würde die Seite als „ab 12 Jahren“ einstufen:</p>
<blockquote>
<p>Heute gibt es eine mit de.talk.liebesakt Imtimrasur-FAQ zu vergleichende Bewertung zum u.a. vom Sozialministerium Baden-Württemberg geförderten <em>„sextra(tm)“</em>-Angebot von <em>„pro familia“</em> zum beliebten :-) Thema Intimrasur. Besondere Unterschiede in der Bewertungsgrundlage sind mit einem (!) gekennzeichnet.&nbsp;</p>
<p>Ich würde die Seite nach Abschätzung der nach JMStV erforderlichen Maßnahmen mit "ab 12 Jahren" labeln.</p>
<p>Begründung: Die Seite ist als Fachtext zum Thema Intimrasur ausgewiesen. Er spricht in erster Linie MultiplikatorInnen an und nicht direkt Jugendliche. Dennoch sind Jugendliche und ihre Positionierung zur Intimrasur die Fragestellung des redaktionell bearbeiteten (!) Textauszuges eines als PDF downloadbaren Aufsatzes der pro familia Tübingen-Mitarbeiterin Gudrun Schäfer. Der namentlich verantwortete (!) Text spricht in auch auf Probleme hinweisender (!), mit Quellenangabe (!) versehener populärwissenschaftlicher Form das Thema in einer nicht sexualisierten Sprache an. Die Rahmung der Sextra-Seite wird u.a. durch wechselnde ästhetisierte Abbildungen von halb bekleideten,„gesichtslosen“ Körperteilen gestaltet. Diese Darstellungen wären in einer Förderung durch das BMFSFJ als Bewilligungsauflage nicht zulässig, in der Landesförderung durch BW anscheinend schon. Die Listung und interne (!) Verlinkung zu weiteren Sexualerziehungs-Themen ist permanent erreichbar. Hinter den Schlagworten liegen weitere aufklärende Beiträge in ähnlicher Aufbereitung.</p>
<p>Die „sextra“-Seite weist offensiv an verschiedenen Stellen auf das bestehende online- und offline-Beratungsangebot (!) hin, u.a. liefert ein immer sichtbares Widget standortbezogene Hinweise zur nächsten Beratungsmöglichkeit für Erwachsene und Jugendliche. Die hohe Erreichbarkeit und die anerkannte Fachlichkeit des Anbieters lässt eine Kennzeichnung „ab 12 Jahren“ zu.</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="/jmstv/">Übersicht</a>&nbsp;| <a href="http://ak-zensur.de/2010/05/forderungen-jmstv.html">Unsere Forderungen zum JMStV</a></strong></p>]]>
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Alterseinstufung: Wieder die Intimrasur, diesmal bei einer Beratungsstelle</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://ak-zensur.de/2010/05/profamilia.html" />
    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.656</id>

    <published>2010-05-30T15:42:23Z</published>
    <updated>2010-06-02T07:36:26Z</updated>

    <summary>Gestern stellten wir die Frage, wie eine öffentlich geförderte Jugendseite mit Partizipationsmöglichkeit nach dem JMStV einzustufen sei. Die Auflösung ist dieses Mal besonders schwer: Unser Experte würde schweren Herzens eine JMStV-Kennzeichnung ab 16 Jahren aussprechen, wohl wissend, dass die Zielgruppe...</summary>
    <author>
        <name>Alvar Freude</name>
        <uri>http://alvar.a-blast.org/</uri>
    </author>
    
        <category term="JMStV-Kennzeichnung" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    <category term="alterseinstufung" label="Alterseinstufung" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="bmfsfj" label="BMFSFJ" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="kennzeichnung" label="Kennzeichnung" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="medienkompetenz" label="Medienkompetenz" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="jmstv" label="jmstv" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="netzcheckers" label="netzcheckers" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="profamilia" label="pro familia" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="sextra" label="sextra" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    
    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p>Gestern stellten wir die Frage, <a href="http://ak-zensur.de/2010/05/netzcheckers-einstufung.html">wie eine öffentlich geförderte Jugendseite mit Partizipationsmöglichkeit</a> nach dem JMStV einzustufen sei. Die Auflösung ist dieses Mal besonders schwer: <a onclick="window.open('http://ak-zensur.de/assets_c/2010/05/profamilia-screenshot-1056.html','popup','width=745,height=709,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false" href="http://ak-zensur.de/assets_c/2010/05/profamilia-screenshot-1056.html"><img class="mt-image-right" style="float: right; margin: 0pt 0pt 20px 20px;" src="http://ak-zensur.de/assets_c/2010/05/profamilia-screenshot-thumb-180x171-1056.png" alt="profamilia-screenshot.png" height="171" width="180" /></a> Unser Experte würde schweren Herzens eine JMStV-Kennzeichnung <em>ab 16 Jahren</em> aussprechen, wohl wissend, dass die Zielgruppe jünger ist. Details und Begründung dazu unten.</p>
<p>Heute stellen wir wieder ein öffentlich gefördertes Projekt vor: Passend zur ersten Bewertung ist nun der Beitrag&nbsp;<a class="ext" href="https://profamilia.sextra.de/pages/sextra/informatives/sex-und-mehr-/intimrasur/">Intimrasur: Was Jugendliche darüber denken und sagen</a>&nbsp;dran.</p>]]>
        <![CDATA[<p><strong>&gt;&gt; zur&nbsp;</strong><a href="/jmstv/"><strong>Übersicht / Projektseite</strong></a></p>
<p><em>pro familia – sextra</em>&nbsp;ist ein Beratungsangebot verschiedener <em>pro familia</em> Landesverbände. Mit Blick auf die <a href="http://ak-zensur.de/2010/05/ab-6-12-16-18.html">Bewertung der de.talk.liebesakt Imtimrasur-FAQ</a>, geben wir nun eine thematisch ähnliche Seite zur Bewertung frei: <a class="ext" href="https://profamilia.sextra.de/pages/sextra/informatives/sex-und-mehr-/intimrasur/">eine Seite darüber, was Jugendliche über Intimrasur denken</a>. Der Text gibt sachlich die Meinung verschiedener Jugendlicher wieder, wie bei den anderen „Fachtexten“ erscheint auch hier bei jedem Seitenaufruf oben ein anderes Bild mit leicht sexuellem Kontext. Zudem gibt es natürlich Links zu weiteren Texten und anderen Rubriken.</p>
<p>Also: In welche Altersstufe müsste&nbsp;<a href="https://profamilia.sextra.de/pages/sextra/informatives/sex-und-mehr-/intimrasur/">dieser Artikel</a>&nbsp;nach den Kriterien des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags eingestuft werden? Frei für alle, ab 6, ab 12, ab 16 oder erst ab 18?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Begründung zur Einstufung der Netzcheckers</h3>
<p>Nun aber zur Begründung für die <a href="http://ak-zensur.de/2010/05/netzcheckers-einstufung.html">Einstufung der Seite von gestern</a>:&nbsp;Die Bewertung ist dieses Mal besonders schwer, weil es nicht um statische, sondern um veränderliche Inhalte geht. Es muss also mehr beachtet werden als das, was derzeit sichtbar ist. Unser Experte Jürgen Ertelt&nbsp;– selbst inhaltlich zuständig für die Webseite – hatte daher eine schwere Entscheidung zu treffen:</p>
<blockquote>
<p>Heute wird es für mich besonders schwierig, eine auf die <a href="http://ak-zensur.de/2010/05/forderungen-jmstv.html">Notwendigkeiten des JMStV</a> bezogene Bewertung zu begründen. Netzcheckers ist für mich nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern eine persönliche Herausforderung in einer nunmehr schon achtjährigen Auseinandersetzung mit dem finanzierenden <a class="ext" href="http://www.bmfsfj.de/">BMFSFJ</a>.&nbsp;</p>
<p>Auf <a class="ext" href="http://netzcheckers.de/">netzcheckers.de</a> können Jugendliche ihre Medienkompetenz stärken durch aktive, produzierende Teilhabe am social web. Begleitet von einem medienpädagogischen Redaktionsteam können sie Web 2.0-Möglichkeiten – vom Blog bis zum Beep-Chat – ausprobieren und für sich erschließen. Es wird nichts manuell freigeschaltet, alles ist direkt live. Jugendliche wählen selber ihre Sichtbarkeit im Netz, das Netzcheckers-Angebot <a class="ext" href="http://www.watchyourweb.de/">watchyourweb.de</a> qualifiziert dazu. Nur durch eigenes selbstverantwortliches Ausprobieren können Jugendliche das Potenzial des Netzes erfahren und für ihre Interessen nutzbar machen!</p>
<p>Das Jugendportal Netzcheckers (und seine gut 50 Ableger im netzcheckers.net) hat als engagiertes Webangebot für und mit Kindern ab zwölf Jahren mehrere Staatssekretäre und Ministerinnen (auch Frau von der Leyen) überstanden … und jetzt torpediert es ein neuer Jugendmedienschutzstaatsvertrag.</p>
<p><strong>Meine unfreiwillige Bewertung: Das medienpädagogische Angebot netzcheckers.de wäre gezwungen, die Seite mit „ab 16 Jahren“ an seiner Zielgruppe vorbei zu kennzeichnen.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Begründung:</strong> Das Angebot steht nicht in einer ständigen Beobachtung, jedermann könnte sich anmelden und gefährdende Inhalte veröffentlichen. Im Gegensatz z.B. zum kommerziellen schuelerVZ.de kann sich das öffentlich geförderte Portal nicht der „selbstregulierenden“ FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia) anschließen. Es ist zwar angeboten, sich auch dem Regulierungs-Kodex der FSM zu unterwerfen, dies ist aber im vorliegenden Entwurf des JMStV nicht explizit als Option ausgewiesen. Tatsächlich könnten im Vergleich zu kommerziellen Angeboten von Netzcheckers (und ebenso von vielen privaten Anbietern) nicht die Ressourcen aufgebracht werden, um den gestellten Jugendschutz-Anforderungen gerecht zu werden. Es bliebe ein unverzeihlicher Rückschritt auf einen nachträglichen Freischalt-Modus oder die Einführung eines Melde-Buttons an jedem Inhalt mit 24-Stunden-Service.</p>
<p>Da netzcheckers.de dennoch eine hohe Erreichbarkeit des Betreibers gewährleistet, ist von einer „ab 18“-Kennzeichnung abzusehen. Ich persönlich werde mich weigern, ein „Labeln“ nach JMSTV bei Netzcheckers zu vollziehen. Der etablierte Wert dieser freiheitlichen Errungenschaft für medienpädagogisches Arbeiten im Internet darf nicht dem hilflosen Regulierungswahn verängstigter und mit den digitalen Entwicklungen überforderter Verwalter und Provinz-Politiker geopfert werden!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jürgen @Ertelt <a class="ext" href="http://tweed.me/">http://tweed.me/</a></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dem ist nichts hinzuzufügen …</p>
<p><strong>&gt;&gt; zur&nbsp;</strong><a href="/jmstv/"><strong>Übersicht / Projektseite</strong></a></p>]]>
    </content>
</entry>

<entry>
    <title>Öffentlich geförderte Jugendseite: wie einstufen?</title>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="http://ak-zensur.de/2010/05/netzcheckers-einstufung.html" />
    <id>tag:ak-zensur.de,2010://14.655</id>

    <published>2010-05-29T14:23:35Z</published>
    <updated>2010-06-03T14:21:13Z</updated>

    <summary>Gestern war die Frage, wie wohl ein Blog-Eintrag zum Spiel Red Dead Redemption nach dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag zu bewerten sei. Die Auflösung: Wieder lagen viele falsch, rund 50% hätten die Seite zu hoch (ab 18) bewertet. Richtig ist: ab 16 Jahren....</summary>
    <author>
        <name>Alvar Freude</name>
        <uri>http://alvar.a-blast.org/</uri>
    </author>
    
        <category term="JMStV-Kennzeichnung" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#category" />
    
    <category term="altersstufen" label="Altersstufen" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="community" label="Community" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="entwicklungsbeeinträchtigend" label="Entwicklungsbeeinträchtigend" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="erziehungsbeeinträchtigend" label="Erziehungsbeeinträchtigend" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="jmstv" label="JMStV" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="jugendmedienschutzstaatsvertrag" label="Jugendmedienschutz-Staatsvertrag" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="jugendschutz" label="Jugendschutz" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
    <category term="kennzeichnung" label="Kennzeichnung" scheme="http://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
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    <content type="html" xml:lang="de" xml:base="http://ak-zensur.de/">
        <![CDATA[<p>Gestern war die Frage, wie wohl ein <a href="http://ak-zensur.de/2010/05/jmstv-red-dead.html">Blog-Eintrag zum Spiel Red Dead Redemption nach dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag zu bewerten sei</a>. Die Auflösung: Wieder lagen viele falsch, rund 50% hätten die Seite zu hoch (ab 18) bewertet. Richtig ist: ab 16 Jahren. Details und die Begründung dazu unten.</p>
<p>Heute stellen wir eine leicht andere Frage: Wie müsste die <a class="ext" href="http://netzcheckers.de/m1131459941_385.html">Rubrik Fotoalbum</a>&nbsp;Bei Netzcheckers gekennzeichnet werden? Hier geht es nicht um eine statische Seite, sondern um Inhalte, die sich permanent ändern können.</p>]]>
        <![CDATA[<p><strong>&gt;&gt; zur&nbsp;</strong><a href="http://ak-zensur.de/jmstv/"><strong>Übersicht / Projektseite</strong></a></p>
<p><a class="ext" href="http://netzcheckers.de/">Netzcheckers</a>&nbsp;ist ein „Jugendportal für digitale Kultur“. Es wird vom Bundesfamilienministerium gefördert und von der IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. betrieben. Unser Bewerter Jürgen Ertelt ist dort für das Portal Netzcheckers zuständig.</p>
<p>Zur Bewertung haben wir uns&nbsp;<a class="ext" href="http://netzcheckers.de/m1131459941_385.html">die Rubrik Fotoalbum</a>&nbsp;ausgesucht. Dort können die Nutzer (also i.d.R. Jugendliche) Fotos hochladen und kommentieren. Es ist keine statische Seite, sie kann sich jederzeit ändern. Es ist also bei der Bewertung nicht nur zu beachten, wie die derzeitige Seite aussieht, sondern auch was dort stehen könnte.</p>
<p>In welche Altersstufe müsste diese Rubrik als Ganzes nach den Kriterien des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags eingestuft werden? Frei für alle, ab 6, ab 12, ab 16 oder erst ab 18?</p>
<p><a class="ext" href="http://netzcheckers.de/p661945106_385.html">http://netzcheckers.de/p661945106_385.html</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><del>Morgen kommt wie immer</del> <a href="http://ak-zensur.de/2010/05/profamilia.html">Hier ist die Auflösung</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Begründung zur Einstufung des Blog-Eintrags zu Red Dead Redemption</h3>
<p>Der Medienpädagoge&nbsp;<a class="ext" href="http://tweed.me/">Jürgen Ertelt</a>&nbsp;hat für uns&nbsp;wieder die Bewertung der&nbsp;<a href="http://ak-zensur.de/2010/05/jmstv-red-dead.html">gestrigen Seite</a>&nbsp;vorgenommen, und zwar&nbsp;<strong>mit Blick auf die Kriterien des JMStV</strong><span>, so wie sie ein entsprechender Prüfer bewerten könnte:</span></p>
<blockquote>
<p><span> </span></p>
<p>Zu beachten gilt, dass ein Labeling nach JMStV grundsätzlich freiwillig ist. Wenn allerdings eine Gefährdung eintreten kann – und wer will das ausschließen können –, &nbsp;werden eine Kennzeichnung bzw. „geeignete Maßnahmen“ verpflichtend. Der JMStV sieht keine Fachlichkeit bei der Bewertung vor. Jeder Anbieter muss selber entscheiden bzw. professionelle Hilfe beanspruchen. Bei falscher Einordnung besteht Abmahngefahr durch Wettbewerber.</p>
<p>Meine Einsortierung basiert auf Erfahrungswerten im beruflichen Umgang mit Jugendschutz-Sichtweisen. Sie ist subjektiv und nicht verbindlich, aber bedenkenswert. ;-)</p>
<p><strong>Ich würde die Seite mit „ab 16 Jahre“ &nbsp;einstufen.</strong></p>
<p><strong>Begründung:</strong>&nbsp;Der Blog-Eintrag ist als Spielekritik zu verstehen. Der Text ist euphorisch und selbstbezogen formuliert, er empfiehlt das mit 18 Jahren eingestufte Spiel nicht anderen zu Nutzung. Das eingebundene Video ist eine Animation aus Spielszenen und zeigt in seiner fiktionalen Darstellung u.a. die blutige Tötung von Menschen, allerdings nur kurz und nicht ausgiebig und detailliert inszeniert. Im Gegensatz zum Spiel ist das Video nicht interaktiv zu steuern. Eine intensive Rollen-Identifikation ist bei dem Video-Trailer auszuschließen, es bleibt eine filmische Darstellung. Das Trailer-Video ist nicht mit den gleichen Kriterien, die an das Spiel angelegt wurden, zu bewerten. Unter Umständen kann das Video sogar einen künstlerischen Anspruch (wie z.B. bei Machinimas) ableiten.</p>
</blockquote>
<p>Auch dieses Mal lag die Mehrheit daneben: <strong>Rund 50% der Teilnehmer haben die Seite als ab 18 Jahren eingestuft.</strong> Auch das zeigt wieder die Probleme, die der JMStV mit sich bringt: Wenn man im Zweifelsfall eine zu hohe Bewertung nimmt, werden u.U. Leser ausgeschlossen. Auch für Kinder und Jugendliche gilt die Meinungs- und Rezipientenfreiheit aus Artikel 5 unseres Grundgesetzes, auch diese haben das Recht, alle öffentlich zugänglichen Inhalte wahrzunehmen.&nbsp;</p>]]>
    </content>
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